Schön Schuh

„Guantanamo Bay goes HSG.“ Etwas in der Art ist mir durch den Kopf geschossen,  als mich beim Betreten des adhoc statt fröhlichen Menschen mit Bier in der Hand Leute in orangen Anzügen erwarteten. Des Rätsels Lösung: „Magellan“, ein Austausch von und mit HSGlern einerseits und wechselnden südamerikanischen Universitäten andererseits, machte auf sich aufmerksam.

Nach den üblichen Hin- und Herüberlegungen, ob man sich als Assessi die dreiwöchige Auszeit im Frühjahrssemester 2011 tatsächlich erlauben darf, entschied ich mich eher leichten Herzens für die Anmeldung – und wurde nicht enttäuscht. Insgesamt drei Wochen Brasilien, von Fortalezza über Salvadore nach Rio und schliesslich zur Partneruni FGV in Sao Paulo waren voll von unvergesslichen Eindrücken. Seien es legendäre Caipirinhas, durchtanzte Salsa- und Sambanächte oder interessante Einblicke in die brasilianische Kultur sowie Geschäftswelt: Die Zeit im grössten Land Südamerikas bleibt eine unvergessliche Erinnerung.

Doch wurde nicht nur Brasilien besucht, es sollte den Brasilianern auch die Schweiz näher gebracht werden. Ihr Besuch fand direkt nach der diesjährigen Prüfungsphase statt. Begonnen mit einer Stadtführung durch St. Gallen – was hat der Studienort nicht alles zu bieten, wenn man sich mal auf ihn einlässt –  war eines der Highlights der Besuch bei der FIFA in Zürich. Deren „Home of FIFA“, angeblich die einzige Liegenschaft des Weltfussballverbandes, geht acht Stockwerke in die Tiefe und hat bis zum dritten unterirdischen Stock dank ausgeklügelter Spiegelkonstruktionen sogar noch Tageslicht. Dass Blatter & Co in ihrem Konferenzsaal selbstredend einen Swarovski-Leuchter hängen haben, um die nötige Erleuchtung zu finden, dass Besucher Fussballspiele in 3D ansehen können, und dass die FIFA als Non-Profit Organisation natürlich nur „Fussball weiterentwickeln, die Welt berühren und eine bessere Zukunft schaffen“ möchte ist ebenso klar wie die Tatsache, dass die Korruptionsanschuldigungen nur „bedauerliche Einzelfälle sind“, die sich nicht wiederholen werden.

Am schönsten aber ist beim Reisen doch immer die persönliche Begegnung. So zog sich durch alle Veranstaltungen  das Erlernen brasilianischer und Schweizer Anmachsprüche– auch wenn „Du hast schöne Schuhe“ dann mal zu „Schön Schuh“ verkrüppelt wurde.

Alles in allem war Magellan 2011 also ein enormer Erfolg, der sich im folgenden Frühjahrssemester unter Leitung von Max Schacker hoffentlich fortsetzen wird. Bewerbungen für Stellen als Organisator können zu Beginn des Herbstsemesters an die Studentenschaft geschickt werden (unter www.myunisg.ch findet sich die entsprechende Ausschreibung). Die Bewerbungen als Teilnehmer werden im Laufe des kommenden Semesters möglich sein. Übrigens: Alle vier Assessis, die bei Magellan mitgemacht haben, haben das erste Jahr voraussichtlich gut bis sehr gut bestanden und können Magellan weiterempfehlen!

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