Multidisziplinäre Problemlösung mal angewandt

Als Teilnehmende am ersten Business Game St. Gallen müssen Studierende sich nicht nur einer, sondern gleich vier Herausforderungen aus unterschiedlichsten Bereichen stellen.

Die ursprüngliche Idee stammt dabei von Charles-Henri de Bruyne, dem Präsidenten des Business Game: Als Teilnehmer und Organisator an den Solvay Business Games bereits in Brüssel mit dem Konzept in Kontakt gekommen, entschied sich der im Marketingstudent im Master nach seiner Ankunft in St. Gallen, auch hier das Business Game einzuführen. Schnell war ein, mit Charles, neunköpfiges Team gefunden, dass den am 25. und 26. April stattfindenden Event organisiert.

Diversität als USP

Aus diesem Team hat sich Tania Menzi, Relationship Manager, bereit erklärt, prisma einen Einblick in die Hintergründe des Game zu vermitteln. Ihr kann ich auch gleich die erste Frage stellen, die sich im Falle eines nicht näher mit der Materie vertrauten Bachelor-Studierenden ergibt: Wo liegt der Unterschied zu der Vielzahl an bereits existierenden Case Competitions, wie sie etwa in Kopenhagen oder Singapur stattfinden? „Diversität“ antwortet mir Tania: Während bei den zuvor genannten Wettbewerben nur Teams eingeladen werden, die bereits an einer angesehen Universität ihre strategischen Fähigkeiten entwickeln konnten, wollen die Organisatoren des Business Game St. Gallen ein breiteres Publikum anziehen. „Eine auf dem Lebenslauf basierende Auswahl erschien uns jedoch zu subjektiv“ erläutert Tania das Vorgehen. Aus diesem Grund stellten sie und ihre Kollegen v.a. auf numerische und verbale Skills als Entscheidungskriterien ab. Diese prüfen sie im Vorhinein über einen Online-Test: Die 100 besten Teilnehmer werden eingeladen. „So erreichen wir, dass nicht nur das typische BWL-Publikum teilnimmt, sondern auch Leute aus vollkommen anderen Studienbereichen“, erläutert sie weiter. Solche, die nicht nur frischen Wind, sondern auch kreative Ideen mitbringen und damit den Einheitsbrei aus Buzzwords interessanter machen. Doch auch bei den Herausforderungen, denen sich die Teilnehmer stellen müssen, gibt es Unterschiede zu der konservativeren Konkurrenz: Während diese v.a. durch Strategiearbeit gekennzeichnet ist, sind beim Business Game neben Strategie auch Sales, Marketing und Pitching (eine kurze Präsentation mit dem Ziel, die eigene Idee erfolgreich zu verkaufen) als Challenges, wie die Wettbewerbe hier heissen, zu bewältigen. Doch nur den Teams, die in allen Bereichen brillieren, winkt der Einzug ins Finale, wo eine weitere Challenge, diesmal in der Form einer kurzen Debatte (Eloquence), sie erwartet.

Herausforderungen aus dem „echten“ Wirtschaftalltag

Die Herausforderungen selbst sind dabei nicht etwa fiktiv. Jede der Partnerfirmen unterstützt das Business Game nicht nur finanziell, sondern darüber hinaus auch inhaltlich, indem sie die Grundlagen für die Challenges liefern. Während sich Swarovski und Unilever um Marketing und Sales kümmern, stellt Bâloise die Strategy und BDO die Pitch und die Eloquence Fallstudie. Dies freilich nicht ganz ohne Hintergedanken: „Neben dem Ziel, den Studierenden eine spannende Erfahrung zu geben, geht es auch darum, Unternehmen einen innovativeren Recruiting-Prozess aufzuzeigen“ teilt mir Tania mit. Die Partner können direkt beobachten, wie sich Studierende in für die Unternehmen alltäglichen Problemsituationen schlagen – und sie bei Gefallen auch persönlich ansprechen. Das Business Game sei dabei dem klassischen Assessment-Center überlegen: „Die Studierenden nehmen es als Wettbewerb, nicht als Recruiting-Situation wahr – und sind kompetitiver und weniger nervös.“ Aus diesem Grund dürfen auch nur Master-Studenten am Business Game teilnehmen. Diese sind vorerst bereits am Ende ihrer Ausbildung und stehen damit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Aus Tanias Sicht ist der Event damit als Schnittmenge von Karrieremesse, Case Competition und Assessment Center zu verstehen.

Bei der ersten Durchführung ist die Sponsorensuche schwierig

Ungeachtet dieser Vorteile, auch für die Unternehmenspartner, gestaltete sich die Partnersuche anfangs schwierig: So erläutert Tania, die auch für die Akquise zuständig war: „Irgendwo ist dies natürlich normal, wenn man etwas zum ersten Mal veranstaltet.“ Bei Events wie dem St. Gallen Symposium wüssten die Sponsoren viel eher, worauf sie sich einlassen. Gerade am Anfang sei es aber nicht nur wichtig, sondern gelegentlich auch schwierig, nach der ersten Welle von Absagen nicht aufzugeben. „Ein weiterer erschwerender Faktor war, dass ich zur Zeit der Akquise gerade in Frankreich im Austausch war. Möglich war also nur telefonischer und E-Mail-Kontakt mit potentiellen Partnern“, erklärt sie die Hintergründe. Hinzu kam, dass die Idee für den Event erst Mitte September und damit der Kontakt erst im Oktober entstand, einer Zeit, zu der das Marketing-Budget der Unternehmen häufig schon verplant war. Tanias persönliches Learning, das sie auch allen andern als Ratschlag mitgibt, die mit dem Gedanken an eine eigene Veranstaltung spielen: „Früh anfangen. Wir versuchen dieses Jahr schon vor dem Sommer mit der Suche nach Partnern und Sponsoren anzufangen.“ So liessen sich in Zukunft auch noch unterschiedlichere Challenges ermöglichen. So hätte das Team sehr gerne eine Finance Challenge durchgeführt, hierzu fand sich jedoch kein passender Partner. „Insgesamt sind wir trotzdem ziemlich zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis“ resümiert Tania: Dafür, dass die Teammitglieder die meiste Zeit in alle Himmelsrichtungen verstreut waren und sich erst im Januar zum ersten Mal trafen, liefen die Planungen bisher exzellent. „Ab jetzt sitzen wir aber die meiste Zeit zusammen, um auf der Zielgeraden perfekt unterwegs zu sein.“

Mitmachen erwünscht

Dazu gehört indes nicht nur der Event selbst – auch eine Menge Personalfragen liegen noch auf dem Tisch. Dabei geht es um Gastgeber für die anreisenden Studierenden. „Wer sich gerne mit internationalen Studierenden aus allen Teilen Europas austauscht, sollte sich unbedingt anmelden“, begeistert sich Tania; „zudem laden wir alle Hosts herzlich zu einer entsprechenden Party ein“, fügt sie hinzu. Als Host muss lediglich ein Schlafplatz (Bett, Sofa, Luftmatraze, o.ä.) zur Verfügung gestellt werden.  Doch auch für das (ebenfalls sehr diverse) Team, gilt es Nachfolger zu finden: „Mehr als die Hälfte des Teams verlässt nächstes Jahr die Uni, es ergibt sich also eine ideale Möglichkeit, selbst viel Verantwortung zu übernehmen“. Hier bietet das Engagement die ideale Möglichkeit, eine erste Idee vom Business Game St. Gallen zu erhalten. Und trotz der gelegentlich vielen Arbeit sei das Gefühl, etwas Einzigartiges vorzubereiten, unbeschreiblich und erzeuge eine Vorfreude, die ihresgleichen sucht.

Doch nicht nur Tania und ihr Team, auch prisma freut sich auf das Business Game St. Gallen: Mit einem ausführlichen Bericht über das Game selbst werden wir euch am 25. und 26. April einen Einblick in die Welt der Challenges geben.

Melde dich unter http://www.businessgamestgallen.com/join-us/ als Host zum Business Game St. Gallen an und erlebe die Wettbewerbe hautnah mit: Als Host stellst du einem oder mehreren, der nicht aus St. Gallen stammenden Teilnehmer ein warmes Bett zur Verfügung und lernst so vielversprechende Studenten mit internationalem Hintergrund kennen. Verpflegt werden die Teilnehmer am Event, somit entstehen dem Gastgeber keine weiteren Verpflichtungen. Als Dankeschön winkt ein prall gefüllter Goodie-Bag. Alle Beteiligten sind zudem herzlich zur After-Party am 26. April eingeladen.

Registrations are open! Werde Teil des Organisationskommittees für das Business Game St.Gallen 2015. Dies ist deine Gelegenheit an einem spannenden Event von A-Z dabeizusein und deine Fähigkeiten rundum unter Beweis zu stellen. Sammle wertvolle Erfahrungen, sei dies in der Partnerakquisition, im Marketing oder in der Teilnehmerbetreuung. Bewirb dich jetzt mit den üblichen Bewerbungsunterlagen unter http://www.businessgamestgallen.com/join-us/.


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