Nachhaltig, aber nicht förmlich

Am 20. und 21. April fand erstmals überhaupt an der HSG die Evolve-Conference statt. Ziel war es, den Teilnehmenden eine neue Perspektive zu bieten und das Angebot der HSG für Social Entrepreneurship zu erweitern.

«Die Evolve Conference sollte ein Erlebnis für die Teilnehmenden sein», meinte Jannis Braun, Marketingleiter der Konferenz. Besonders wichtig war für ihn, dass eine Vermischung der Leute stattfand. Teilnehmende und Speaker sollten sich unterhalten können. So wurden bei gemeinsamen Apéro am Freitagnachmittag Ideen ausgetauscht und Projekte diskutiert. Die Speaker mischten sich unter die Teilnehmenden und waren offen für neue Ideen. Es entstand ein Gefühl von Community. Dieses war stärker als es bei anderen Konferenzen jeweils der Fall ist, welche oft förmlich daherkommen. Das Organisationskomitee von Evolve setzte bewusst auf eine lockere Atmosphäre und junge Speaker.

Der HSG-Alumnus und Evolve-Speaker Benjamin Gräub sieht den Wert dieser Konferenz darin, dass die Teilnehmenden die Zukunft erschaffen würden, «die wir brauchen». Social Entrepreneurship soll ihm zufolge etwas zum Guten verändern und dies mit einem innovativen Marktansatz ausprobieren. Gräub ist selbst, als Angestellter des Innovationslabs von Ricola namens Ricolab, in der Innovation tätig. Das Ricolab arbeitet in sogenannten Innovation Sprints daran, innerhalb von drei bis fünf Monaten Prototypen für neue Geschäftsfelder für Ricola zu testen.

Qualität der Teilnehmer im Vordergrund

Auf der Webseite der Evolve Conference wurde von 250 Teilnehmenden ausgegangen, tatsächlich waren 180 anwesend. Für Jannis Braun ist dies jedoch kein Grund zur Beunruhigung: «Für uns war die Qualität der Teilnehmenden entscheidend.» Die Anwesenden waren begeistert. Geboten wurden ihnen verschiedene Workshops, Keynotes und Panels. Dies kostete gut 40 Franken für HSGler, bei stark preisdifferenzierten Preisen für Externe. Die Teilnehmenden kamen in Genuss von zweimal Frühstück, Mittagessen und Apéro. Auch sonst hatten die Sponsoren genügend Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt, sodass für Verpflegung stets gesorgt war.

Bei den Sponsoren wurde sodann auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Wirklich nachhaltige Unternehmen zu finden stellte sich als schwieriger als gedacht heraus, da viele Greenwashing betreiben. Plastikflaschen waren an der Konferenz zwar trotzdem zu finden, der Abfall wurde jedoch getrennt und wiederverwertbare Kaffeebecher und Flyer verwendet. Man merkte, dass die Konferenz aus der Feder von Oikos-Mitgliedern stammt.

Nachwuchsförderung und positives Feedback

Am Freitagnachmittag hatten auch einige HSG-Start-ups die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen. Youth Engagement, Persedu und Sucloz erhielten diese Chance. Das Ziel von Youth Engagement ist es, Studenten erste Berufserfahrungen zu geben, indem diese für einen guten Zweck arbeiten. Der Fokus liegt momentan vor allem auf der Flüchtlingshilfe. Persedu will eine blockchainbasierte Plattform bieten, um in talentierte Studenten zu investieren, während Sucloz ein E-Commerce-Store für nachhaltige, sexy Kleidung anbietet. Ihr Publikum bei der Präsentation war diversifiziert. Denn nicht nur HSG-Studenten nahmen an der Konferenz teil, auch solche der Universität Zürich, der ETH und sogar ausländischer Universitäten, sowie Organisationsvertreter und Vertreter von Start-ups wohnten der Konferenz bei. Einige Teilnehmer wurden laut Jannis Braun während der Sponsoringsuche für die Inhalte der Konferenz begeistert und wollten dann unbedingt mit dabei sein.

Das Organisationsteam zieht ein positives Fazit von der Konferenz. Mit den Speakern war es sehr zufrieden und der Ablauf sei ohne grössere Probleme über die Bühne gegangen. So blickt das Team bereits heute freudig der nächsten Evolve-Konferenz entgegen.

 

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