Daniele Ganser: «Es gibt in der Schweiz ein 9/11-Forschungsverbot»

Daniele Gansers letzter Lehrauftrag wurde nicht erneuert – die HSG hat ihn wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen. Der Historiker über die Schicksalsarena, den Syrien-Konflikt und Atombomben.

Wer sind Sie?
Ich bin ein Historiker, spezialisiert auf Friedensforschung. Mich interessiert die internationale Zeitgeschichte seit 1945. Ich bin 45 Jahre alt und habe zwei Kinder.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Verschwörungstheorie?
Eine Verschwörung ist eine geheime Absprache von zwei oder mehr Menschen, um ein Ziel zu erreichen. 1961 wollte die CIA Fidel Castro stürzen. Sie führten die Schweinebucht-Invasion durch. Das ist eine Verschwörung, da sie Fidel Castro nicht vorher angerufen haben, um ihn zu warnen. Und wenn man sich über den Ablauf der Verschwörung nicht ganz sicher ist, ist das eine Theorie. Heute wird der Begriff als Kampfbegriff für Gebiete benutzt, über die nicht geforscht werden darf.

Wie gehen Sie damit um, dass viele Sie als Verschwörungstheoretiker bezeichnen?
Das ist eine Abwertung. Ich bin Historiker. Ich untersuche verdeckte Kriegsführung und Geheimarmeen. Ich decke solche Dinge analog zu einem Höhlenforscher auf. Viele denken, dass ich diese Höhlen auch selbst gebaut habe. Ich bin aber nur derjenige, der diese verdeckten Operationen untersucht. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Vergleichbar wäre, wenn ein Schreiner als «Pfuscher» bezeichnet würde. Wenn man einen Historiker als Verschwörungstheoretiker abwertet, nur weil er verdeckte Kriegsführung untersucht, ist das eine Hexenjagd. Inzwischen kenne ich das Spiel. Wenn ich einen Artikel sehe, der vom «Verschwörungstheoretiker Ganser» handelt, dann weiss ich, dass ich abgewertet werde. Wenn «Historiker Ganser» dasteht, dann lese ich den Artikel.

Ihr Lehrauftrag an der HSG wurde nicht erneuert. Denken Sie, dass Ihr Ruf für die HSG zu belastend war?
Das müsste man Caspar Hirschi fragen. Ich kann nicht sagen, was er denkt – ich habe ihn nie getroffen. Den Kurs gab ich zusammen mit Rolf Wüstenhagen, einem Freund von mir. Gemäss Evaluationen hat der Kurs sehr gut funktioniert. Deshalb ist die Ursache wohl in der Arena im Februar 2017 zu finden: Der Journalist Roger Schawinski griff mich an, indem er meine Forschung zu 9/11 als Blödsinn und mich als Verschwörungstheoretiker bezeichnete. Eine Zeitung fragte dann polemisch: «Wieso beschäftigt Uni St. Gallen Verschwörungstheoretiker?». Hirschi wollte auf diesen Druck nicht reagieren, da es dem Image der Uni geschadet hätte. Im letzten Dezember wurde dann der Lehrauftrag nicht mehr erneuert. Hirschi ging davon aus, dass die Geschichte ein Jahr später niemanden mehr interessieren würde. Offensichtlich irrte er sich – sie ist wieder allgegenwärtig.

Welche Rolle spielte Moderator Jonas Projer in der angesprochenen Arena?
Er hat drei Fehler gemacht. Erstens: Zu Beginn der Sendung hat er mich als umstrittenen Historiker vorgestellt, während sämtliche anderen Gäste als nicht umstritten dargestellt wurden. Das war nicht fair. Zweitens hat er eine private Mail von mir eingeblendet. Das geht nicht, da hätte er mich vorher fragen müssen. Drittens hat er die Mail zerschnitten und mir dann unterstellt, ich hätte mich widersprüchlich geäussert. Das stimmte aber nicht. Das war Lückenpresse live. Die Sendung geriet ausser Kontrolle. Ombudsmann Roger Blum untersuchte den Fall und kam zum Schluss, dass Mails nicht zerschnitten und ohne Einverständnis auch keine privaten Mails eingeblendet werden dürfen.

Wie würden Sie die Schweizer Universitätslandschaft beschreiben?
Die Studenten habe ich als sehr wach erlebt und ich hatte an allen Orten gute Kollegen aus dem Kreis der Dozenten. Die Schweizer Unis leisten sehr viel gute Arbeit. Sobald man aber 9/11 in Frage stellt, also nicht die offizielle Version vom damaligen Präsident Bush akzeptiert, gerät man unter massiven Druck. Das kommt einem Forschungsverbot gleich. Das finde ich sehr schade. Man sollte auch in der Schweiz zu 9/11 frei forschen und kommunizieren können.

Wie stark bedauern Sie, dass Sie keinen öffentlichen Lehrauftrag mehr haben?
Ich finde es schade. Möglicherweise ist es ein Kapitel, das jetzt endet. Ich gebe zurzeit sehr viele öffentliche Vorträge. Interaktion wie mit den Studenten ist bei diesen Vorträgen vor rund 500 Leuten nicht mehr möglich. Die angenehme Zusammenarbeit mit den Studenten und auch mit Rolf Wüstenhagen werde ich vermissen.

Ihre Vorträge sind oft ausverkauft. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Einerseits sind es vermutlich meine Themen: Illegale Kriege, verdeckte Operationen und auch erneuerbare Energien. Eine solche Mischung wird nicht von vielen geboten. Zudem spreche ich so, dass mich die Leute verstehen.

Sie stellen oft hochgradig kontroverse Fragen, die Antworten darauf bleiben Sie dem Publikum jedoch schuldig. Ist das eine legitime Taktik?
Es ist bei 9/11 die einzige Taktik. Bush sagte, dass die Sache geklärt sei. Es war Bin Laden, jegliche Zweifel ausgeschlossen. Das nennt man dogmatisch: Jemand sagt, dass er begriffen habe, wie etwas war und aufgrund dessen sind keine Fragen mehr dazu erlaubt. Als Wissenschaftler habe ich unzählige Fragen zu 9/11. Diese muss ich als Historiker stellen, aber ich muss sie nicht unbedingt beantworten, solange die Datenlage undurchsichtig ist. Ich konzentriere mich derzeit auf das WTC-7-Gebäude, das auch am 11. September einstürzte, aber nicht von einem Flugzeug getroffen wurde. Da sehe ich nur zwei Möglichkeiten, und zwar Feuer oder Sprengung. Immer wieder habe ich verschiedene Menschen gefragt, wie viele Gebäude am 11. September 2001 in New York zusammengestürzt seien. Die meisten glauben es seien zwei – die Twin Towers – tatsächlich aber waren es drei Gebäude.

Gab es in den letzten Jahren entscheidende, neue Erkenntnisse zu 9/11?
Ja. Zuerst wusste man gar nicht, dass es dieses Gebäude gab. Dann hat man erfahren, dass es zusammenstürzte. Jetzt gibt es in den USA zwei Lager. Eines sagt, Sprengung sei wahrscheinlich. Das andere behauptet, WTC 7 fiel wegen Feuer. Ich selbst lege mich nicht fest, beobachte die Debatte in den USA aber genau. Die «Architects & Engineers for 9/11 Truth», eine Gruppe von knapp 3 000 Architekten, hat die Forschung zum WTC-7-Gebäude vorwärtsgebracht. Diese Gruppe sagt immer wieder, dass vieles auf Sprengung hindeutet. Dann veröffentlichte das NIST (National Institute of Standards and Technology) 2008 eine Studie. Gemäss dieser sei die Ursache Feuer gewesen. Derzeit hat Leroy Hulsey von der Universität Alaska das ganze Gebäude noch einmal modelliert. Hulsey sagt, Feuer kann es nicht gewesen sein. Seine Resultate werden noch in diesem Jahr erwartet. Man ist in den Details viel weiter. Ich sage aber nicht, dass es schon geklärt ist, ob es Feuer oder Sprengung war.

Tendieren Sie eher zur Variante Feuer oder Sprengung?
Bis jetzt wissen wir, dass in der internationalen Politik immer wieder gelogen wurde. Die ABC-Waffen im Irak-Krieg 2003 gab es nicht und die Verbindung von Saddam Hussein zu 9/11 wurde nur behauptet. Viele amerikanische Soldaten mussten in den Krieg und begehen jetzt Selbstmord, da sie herausfinden, dass sie von A bis Z belogen wurden.

Wird das Zusammenstürzen des WTC-7-Gebäudes noch abschliessend aufgeklärt?
Ja, ich denke schon. Ich hoffe, dass man das in den nächsten zehn Jahren klären kann. Wir haben die Informationsrevolution, alles ist viel, viel schneller. Deshalb sollten wir diese Frage schon noch knacken können. Die wichtige Forschungsarbeit hierzu wird in den USA gemacht, nicht in der Schweiz.

Wo wären Sie heute ohne soziale Medien wie Youtube oder Facebook?
Dann wäre niemals eine so grosse Öffentlichkeit entstanden. 2005 wurde Youtube gegründet. Das hat die digitale Revolution stark angetrieben. Zuerst habe ich gedacht, Youtube sei für Leute, die einen doofen Film über eine ins Schwimmbad fallende Katze machen. Ich habe Youtube damals völlig unterschätzt. Dann habe ich an der Universität Tübingen eine Vorlesung vor 600 Menschen gehalten. Diese wurde gefilmt und auf Youtube publiziert und hat bis heute mehr als eine Million Views. Dadurch wurde meine Forschung vielen Menschen bekannt.

Ihr 2016 erschienenes Buch «Illegale Kriege» wurde zum Bestseller. Zu welchem Anteil beruht ihr Werk auf Spekulation?
Zu null Prozent. Ich spekuliere nicht, sondern basiere meine Arbeit auf Fakten. Der Kern des Buches ist das Uno-Gewaltverbot. Das ist geltendes Völkerrecht und damit keine Spekulation. Die zwei Seiten zu 9/11 zeigen den laufenden Streit in den USA. Dort sage ich: Es gab ein drittes Gebäude, das zusammenstürzte, das ist ein Fakt. Bezüglich der Ursache könnte man spekulieren, was ich aber nicht tue.

Viele Leute kritisieren Ihre Arbeit als nicht wissenschaftlich.
Wenn jemand einen solchen Vorwurf erhebt, muss er ihn belegen. Ich wurde schon dafür kritisiert, dass ich nicht nur Nato-Quellen verwende. Wenn ich zum Beispiel «Russia Today» zitierte, heisst es, das sei eine unseriöse Quelle. Dabei ist das schlichtweg die Sicht der Russen, sowie es «CNN» für die Amerikaner ist. Wieso sollte die eine Quelle seriöser als die andere sein? Ich muss als Historiker beide Blickwinkel miteinbeziehen. Die Kritiker sollen mir sagen, welche Quellen konkret unseriös sind, dann können wir gerne über diese sprechen.

Gibt es auch legale Kriege?
Wenn der Uno-Sicherheitsrat ein explizites Mandat erteilt, ist ein Krieg nach Völkerrecht legal. Moralisch kann er aber immer noch falsch sein. Und wenn ein Land angegriffen wird, darf es sich verteidigen.

Was ist der Hauptgrund dafür, dass Sie die Nato aufs Schärfste kritisieren?
Die Mitgliedstaaten der Nato haben am meisten Länder bombardiert. Die USA sind der mächtigste Mitgliedstaat, sie haben Afghanistan und den Irak, aber auch insgesamt am meisten Länder bombardiert. Das ist eine rein statistische Auswertung. Einige Journalisten regen sich auf, wenn ich sage, dass die USA sehr viele illegale Kriege geführt haben und dass Bush ein Kriegsverbrecher ist. Wir sollten eine freundschaftliche Beziehung zu den USA pflegen. Aber auch einem guten Freund sollte man offen sagen, wenn er sich falsch benimmt.

Auf welches Ereignis des aktuellen Zeitgeschehens konzentrieren Sie sich?
Syrien. Am 14. April 2018 erfolgte ein Militärschlag von Trump, Macron und May. Dabei handelte es sich um einen illegalen Angriff. In diesem Zusammenhang interessierte mich, ob sie auch russische Stellungen bombardierten, denn in diesem Fall wäre eine direkte nukleare Konfrontation entstanden. Das haben sie glücklicherweise nicht gemacht. Und die Russen haben als «Verbündete» der Syrier zum guten Glück auch nicht zurückgeschossen. Unser Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis hat sehr gut auf dieses Ereignis reagiert. Er stellte klar, dass auf Basis einer nicht geklärten Geschichte, namentlich dem Giftgasanschlag in Duma am 7. April, bombardiert wird. Nun sieht es tatsächlich danach aus, dass es in Duma keinen Giftgasanschlag gab. Die Behauptungen der Amerikaner, Briten und Franzosen waren also scheinbar falsch. Das muss man nun weiter untersuchen.

Was halten Sie von Donald Trump?
Ich finde ihn unberechenbar. Für mich ist er auch ein Kriegsverbrecher, weil er Syrien ohne Uno-Mandat bombardiert hat. Zudem stützen die USA in Syrien die Rebellen, was ebenfalls verboten ist. Das ist ein klassisches Muster der verdeckten Kriegsführung: In einem anderen Land werden militante junge Männer bewaffnet – «The enemy of my enemy is my friend». Dieser Trick wurde in Kuba, Serbien und in Afghanistan angewendet.

Haben Sie die Hoffnung auf weltweiten Frieden aufgegeben?
Nein, ich hoffe wir können eine Wende hin zum Frieden schaffen, es ist durchaus in unserem Interesse als Menschheitsfamilie. Am Schluss des Zweiten Weltkrieges sind wir in Europa vor einem Scherbenhaufen gestanden. Dann hat man die Uno gegründet und das Gewaltverbot statuiert. Seither gibt es das Uno-Gewaltverbot als eine Art Juwel, aber auf der anderen Seite sind wir im nuklearen Zeitalter. Es muss unbedingt verhindert werden, dass sich die Nuklearmächte gegenseitig bekämpfen. Ansonsten wird der Schaden so gross, wie er in der Geschichte noch nie war. Weltweit gibt es 16 000 Atombomben. In diesem Kontext heisst es dann wieder, das sei eine Verschwörungstheorie. Überhaupt nicht! Jeder kann die Atombomben zählen. Das sind reale Gefahren. Deshalb muss man genauestens beobachten, wie Kriege ausbrechen. Der Afghanistan-Krieg ist mit 9/11 ausgebrochen und der Irak-Krieg mit den ABC-Geschichten. Ich lege meinen Fokus immer auf den Anfang. Da halte ich den Finger drauf.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?
Ich möchte mich für die Energiewende einsetzen. AKW- oder Kohlekraftwerk-Strom will ich nicht. Eine Energieversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie ist möglich. Es ist nur eine Frage des Geldes, die Technik haben wir bereits heute. Auf meinem Dach produziere ich mehr Sonnenstrom, als ich brauche. Zudem haben wir in der Schweiz die wertvolle Wasserkraft und die Stauseen. Durch den Tag werden wir in Zukunft mit kleinen Batteriespeichern arbeiten, die immer billiger werden.
Eine weitere Vision von mir ist die gewaltfreie Lösung von Konflikten. Das Uno-Gewaltverbot und Achtsamkeitsübung, all das wird immer Teil meine Arbeit bleiben. Und das Verhältnis mit den Medien ist einfach so, dass ich manchmal gelobt, manchmal aber auch angegriffen werde. Das wird immer so bleiben. Ich werde meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen weiterführen, was auch immer andere über mich schreiben.


10 Kommentare

  • Tobias Müller

    Ich schätze Daniele Ganser und sein Engegement für den Frieden sehr. So sehr, dass ich in meinem Bekanntenkreis massiv Links darauf verschicke.

    Aber zwei kleine Kritikpunkte an ihn habe ich auch, einer davon wurde hier auch schon angesprochen:

    Bei seinen Vorträgen vermisse ich Quellenangaben, die sich nicht nur auf seine eigenen Bücher beziehen. Vielkeicht sieht das in seinen Büchern anders aus? Ich hoffe es.

    2. Ich finde, dass Herr Ganser sich in der Arena Sendung schon ein wenig blamiert hat, als er das Sinnentstellen seiner Mail durch Herauspicken eines einzelnen Satzes kritisierte, dann aber auch der Zusammenhang nachgereicht wurde und zu sehen war, dass das Zitat in diesem Fall doch nicht sinnentstellend war. Der anschließende Umgang damit, bis heute, hat bei mir einen kleinen Knacks bewirkt…

    • Der Drizzt

      Ich denke das Daniele in der Situation halt auch einfach Sauer war, was zu einer überreaktion geführt hat.
      Also ich wäre glaube ich nicht so besonnen gewesen. Zumal es einfach auch eine Frechheit ist, die Qualifikation, in dem Sinne sogar die über 20jährige Arbeitserfahrung von Daniele Ganser zu unterwandern und Ihn für den Otto Normalzuschauer somit mit einem Satz, als Schluck Wasser vorzustellen.

      Ich meine versetz dich mal in die Lage das du das erste mal im SRF bist vor der Nation ausgestellt und dan schon gleich beim Vorstellen als „Unglaubwürdig“ gebrandmarkt
      wirst.

  • Frei Christian

    Da hat wohl Rektor Thomas Bieger einen Anruf von der amerikanischen Botschaft erhalten.
    Etwas mehr Mut wäre wünschenswert. Die werden ihr Haus schon nicht mit einer Drohne bombardieren. Jeder hat eine zweite Chance. Man kann Leute auch wieder einstellen und die Meinungsfreiheit an der HSG wieder einführen. Das erwarten die Studenten auch von Ihnen.

  • Philippe Wampfler

    Auf mir erscheint das Interview reichlich unkritisch – ein reines Gefälligkeitsinterview. Nehmen wir nur einen Punkt: Das Problem mit den Quellen. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die Quellen primär unwissenschaftlich sind. Für einen Historiker sind seriöse Quellen solche, die
    a) nach den Methoden der Quellenkritik diskutiert werden
    b) von anderen Fachleuten publiziert werden.
    Daniele Ganser vermeidet Quellenkritik (wie das Interview in Bezug auf RT ganz deutlich zeigt) und ignoriert das Problem, dass er sich aus der fachwissenschaftlichen Diskussion entfernt hat (er publiziert nicht in Fachzeitschriften oder Sammelbänden, er nimmt nicht an Tagungen teil etc.). Schlimmer: Er zitiert keine Fachliteratur, sondern oft journalistische Quellen, die viel besser eingeordnet werden müssten. Diese Kritik diskutiere ich gern mit allen – auch an Beispielen.

  • Stefan Blumenberg

    Sehr geehrte Frau Strenger,

    sowohl in der Kommentarfunktion zum Interview des Herrn D. Ganser auf der Internetpraesenz von “prisma” als auch auf fb kritisieren Sie Herrn Ganser.
    Sie werfen ihm z.B. unwissenschaftliches Vorgehen vor ohne allerdings dies zu begruenden bzw. eine Quellenangabe zu geben wo dieser Vorwurf nachvollziehbar waere.
    Wenn Sie hier nicht nachliefern koennen wuerde sich der Spies umdrehen.
    Auf ihrer fb Seite konnte ich sehen das Sie am “Max Planck Institute for Human Development” arbeiten. Ich gehe davon aus das Sie nicht als Reinigungskraft oder Sekretaerin dort arbeiten sondern eine wissenschaftliche Ausbildung besitzen. Die ich im uebrigen nicht habe – meine Ausbildung ist die des stattlich geprueften Maschinenbautechnikers. Von daher habe ich aber zumindest einige (Grund)kentnisse im Bereich Technik und Physik.
    Von daher gehe ich davon aus das Sie logische Zusammenhaenge nachvollziehen koennen.

    Noch eine Voraussetzung: 9/11 dient als Grund fuer all die unrechmaessigen Kriege gegen den Terrorismus seit 2011

    Ich nehme an das sich Ihre Kritik (neben der angeblichen unwissenschaftlichen Vorgehensweise – was von Ihnen noch zu belegen waere) auf Daniele Gansers Kritik an 9/11 bezieht. Ist das richtig? In meinen folgenden Aeusserungen gehe ich davon aus. Ist dies falsch so bitte ich im voraus um Entschuldigung.

    Daniele Gansers Kritik bezieht sich auf die in hoechstem Masse unwissenschaftliche Publikation des offiziellen 9/11 Reports.
    Dieser Report ist mit Unwahrheiten untermauert, von daher also nicht glaubwuerdig. Einige wenige Punkte:
    – Die Passagierflugzeuge flogen mit der Hoechstgeschwindigkeit von ca. 900 km/h in die Tuerme.
    ==>>> Dies ist physikalisch nicht moeglich. Die Hoechstgeschwindigkeit ist nur in grossen Hoehen von ca 8 – 9 km erreichbar. Rufen Sie einfach bei Boing an. Alternativ koennten Sie dies auch bei dem Konkurenten EADS (Airbus) in Erfahrung bringen. Die Hoechstgeschwindigkeit in Bodennaehe betraegt ca. 500 km/h. Dies haengt damit zusammen das die Struktur/Konstruktion dieser Flugzeuge aufgrund der hoeheren Luftdichte diesen Belastungen bei diesen Geschwindigkeiten nicht gewachsen waere und weiterhin die Triebwerke aus demselben Grund nicht vollumfaenglich funktionstuechtig blieben. Die Stroemung innerhalb der Turbine setzt teilweise aus…
    Dies wissen auch alle Piloten (Anruf an Lufthansa z.Bsp. wuerde ebenfalls genuegen). Nebenbei – dies wissen auch alle Militaer Piloten die trotzdem Ihren Kriegsdienst verrichten. Und auf die deutschen Luftwaffe bezogen: Diese bricht damit das GG.
    – Das Eintreten dieser Flugzeuge in die zwei Tuerme WTC1 und WTC2 und die anschliessende Explosion des Treibstoffes wird als Ursache des Zusammensturzes dieser zwei Tuerme genannt.
    ==>>> Dies ist in zweifacher Hinscht physikalisch nicht moeglich. Die Temperatur des brennenden Treibstoffes reicht nicht aus um den Stahl so zu beschaedigen das dieser schmilzt. Doch dazu muessten diese Flugzeuge ja in die Tuerme eintreten was wiederum nicht moeglich ist da der groesste Teil des Flugzeuges aus Aluminium(legierungen) besteht. Diese ist deutlich weicher als Eisen/Stahl und kann einfach nicht durch diese Stahltraeger hindurchgehen wie in Butter. Am allerwenigsten die Fluegel. Lediglich Triebwerksteile und Fahrwerk die aus wesentlich haerterem Material gefertigt sind, waeren in der Lage einzudringen. Fragen Sie einen Metalurgen oder einen Ingenieur – Z.Bsp. bei Boing oder Airbus. Die wissen das auch deshalb weil Sie diese Flugzeuge bauen!

    Um mich kurz zu halten, es gibt noch viele anderer Beispiele auf technisch physikalischer Ebene die EINDEUTIG beweisen das der 9/11 Report die Qualitaet eines schlechten Comics hat. Er reicht allenfalls fuer ein schlechtes B-movie in Hollywood.

    Dies wissen auch die Personen die den 9/11 Report herausgegeben haben. Diese sind ja auch nicht dumm. Es stellt sich also die Frage warum diese Personen sich dazu verleiten lassen ein solches Luegenkonstrukt offiziell herauszugeben. Was ist deren Beweggrund?

    Wir wissen nicht wer es war.
    Wir wissen aber das die offiziele Version nicht stimmt.
    Wir wissen das dies auch den Verantwortlichen bewusst ist da ja die einfachsten physikalischen Prinzipien nicht akzeptiert werden und auch grundlegend technische Erkentnisse die allgemein bekannt sind ignoriert werden.

    Die Frage : WARUM ???

    Und zurueck zu Herrn Ganser: da gab es ja noch den dritten Turm.
    Da verweise ich jetzt einfach auf die Arbeit von Daniele Ganser. Wenn Sie sich damit UNVOREINGENOMMEN beschaeftigen, sollte Sie zumindest zugeben muessen das es den offiziellen Berichten an Glaubwuerdigkeit mangelt.
    Er stellt Fragen bezueglich solcher Ungereimtheiten und offensichtlich physikalisch unmoeglichen Vorgaengen. Das z. Bsp. ein Gebaeude symetrisch zusammenfaellt obwohl die Beschaedigung innerhalb dieses Gebauedes unsymetrisch war. Woher die immensen Beschaedigungen herkommen sollen wenn es sich “nur” um einen Buerobrand handelt und so weiter und so fort.
    Der Nachweis das das Gebeude zunaechst im freien Fall zu Boden ging. Dies wurde von NIST zunaechst bestritten. Als man diesen hochdotierten Wissenschaftlern aber nachweisen konnte das es so war blieb Ihnen nichts anderes uebrig als es zuzugeben OHNE auch nur darauf einzugehen warum sie zunaechst anderes behauptet hatten und auch nicht auf die moeglichen Gruende eingehen welche dies verursacht haben koennte.
    Was ist daran unkorrekt?

    mit freundlichen Gruessen
    Stefan Blumenberg

    PS Genuegend Gruende eine neue Untersuchung zu fordern. Diese muesste zusaetzlich die Frage beinhalten warum so offensichtlich gelogen wurde.

  • Bernd Schmidt

    Ein sehr gutes Interview.

    Die Nichtverlängerung des Lehrauftrages mit Dr. Daniele Ganser stimmt mich traurig.

    Die Universität St. Gallen, wie auch andere Universitäten, tuen sich keinen Gefallen damit. Wissenschaftlicher Diskurs immer; aber verhindern, das ein kritischer Geist seine Meinung frei äussern darf, geht gar nicht. Solche Maßnahmen erinnern stark an Zensur. Man gibt dem politischen Druck nach. Kein gutes Signal für die Demokratie.

    Der wesentliche Punkt meiner Bewertung der Tätigkeit von Herrn Ganser ist:
    Ganser tritt ganz grundsätzlich für den Frieden, für friedliche Konfliktlösungen und für Völkerverständigung ein. Und das unterstütze ich.

  • Prisma?!

    Der Artikel leistet keinerlei kritische Kommentierung/Reflexion der Person D.G. und des Interviews. Wieso publiziert die Prisma so einen schlechten Artikel?

    • Redaktion

      Ein Interview hat explizit zum Ziel, persönliche Informationen und Meinungen zu ermitteln. Es handelt sich beim vorliegenden Artikel demnach um ein Abbild der Meinungen und Ansichten von Daniele Ganser. Auf eine kritische Kommentierung wurde bewusst verzichtet.
      Dem gilt es anzufügen, dass seine Gegner/Kritiker in anderen Medien ausreichend zu Wort kommen.

    • Ilsetraud Rückauer

      “Prisma?!” sehr überzeugend ist Ihre Kritik aber auch nicht – und wieso stellen Sie sich nicht mit Namen vor? Eine Kritik an der Person Dr. Daniele Ganser und an seiner Forschung ist kaum haltbar, denn es geht ihm in aufrichtiger Weise um Frieden und Menschenrechte. Jeder Kritiker soll diese Haltung erst mal auf sich selbst anwenden und auf die, die er vertritt.

    • Karl Kroll

      Wer sich verdeckt äußert, hat etwas zu verbergen – oder zu befürchten. Worum handelt es sich bei Ihnen?

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