The Big Bang Theory

Jake ist nicht mehr herzig, und Charlies Frauengeschichten wiederholen sich. Die sechste Staffel von «Two and a Half Men» enttäuscht. Mit «The Big Bang Theory» liefert der Produzent Chuck Lorre nun würdigen Ersatz.

Mittelpunkt der Serie ist das WG-Wohnzimmer der vier superintelligenten Physiker Sheldon, Leonard, Howard und Rajesh. Zu Beginn der Pilotfolge zieht die hübsche Penny, Möchtegernschauspielerin, in die Nachbarwohnung ein. Obwohl die klischeehafte Blondine und die Wissenschaftler wenig gemeinsam haben, freunden sie sich an. Im Folgenden kontrastiert die Story Pennys Welt mit derjenigen der Physiker. Während sie Boyfriend-Sorgen hat oder Partys feiert, spielen Sheldon und seine Freunde lieber Star-Wars-Games oder bauen Roboter. Leonards Versuche, diese Nerd-Hobbys vor Penny zu verbergen, scheitern kläglich.

Die unterschiedlichen Charaktere sind genial gezeichnet. Howard, der mit 28 noch bei seiner Mutter wohnt, sieht sich als Frauenversteher. Allerdings hat er auf diesem Gebiet ebenso wenig Erfolg wie der Inder Rajesh, der in weiblicher Gegenwart ohne Alkoholeinfluss keinen Ton rausbringt. Für die meisten Lacher sorgt Sheldon. Er besitzt einen IQ von 187 und trägt bereits den Dr. Dr.-Titel. Trotz fachlicher Genialität ist er unfähig im zwischenmenschlichen Umgang. Er ist direkt, indiskret und erkennt Sarkasmus nicht. Das nimmt man ihm nicht böse, man merkt: Er kann nicht anders.

Die Serie lebt von den skurrilen Dialogen. Ob die Physiker um ein wissenschaftliches oder ein «normales» Thema streiten, die Lacher aus dem Off sind genauso gerechtfertigt wie Pennys schockierte Blicke. Obwohl jedes Klischee über Physiker erfüllt wird, kommen die Nerds sympathisch und witzig rüber. So versteht man auch, dass Penny sich als fester Bestandteil in die Clique involviert. «The Big Bang Theory» ist eine herausragende Comedy-Serie, die uns die Lernphase versüssen wird. Sehen kann man die Nerds jeweils Samstags um 14.15 Uhr auf ProSieben oder – besser – auf Englisch im Internet.

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