Zuckerbrot

Endlich sind die steinzeitähnlichen Zustände vorbei: Handyempfang für alle auf dem Campus

«Kein Netz» – welcher HSG-Student, der Orange- oder Sunrisenutzer ist, kannte diese zwei nervtötenden Wörter auf seinem Handydisplay nicht? Ich würde sagen: Keiner, mich selbst mit eingeschlossen. Wer ein Telefonat führen wollte oder ein wichtiges erwartete, hatte Pech: Sobald man sich in die Räumlichkeiten der Universität begab, stellte das Handy auf tot.

Böse Zungen behaupteten, es gäbe einen Störsender am Campus, der es allen Nicht-Swisscomkunden unmöglich machte, volles Signal zu empfangen. Ob das wirklich der wahre Grund war, ist stark zu bezweifeln. Die dicken grauen Betonwände der Universität sowie eine langjährige Partnerschaft mit Swisscom könnten eher eine Rolle gespielt haben. Wie auch immer – das Ganze war einfach nur mühsam. Und unfair im Vergleich zu anderen Studenten, die ein Swisscom-Abonnement besassen und dadurch Empfang an der Uni genossen. Orange und Sunrise dürften deswegen auch schon den einen oder anderen studentischen Kunden verloren haben.

Obwohl uns Tag für Tag etwas über marktorientiertes Wirtschaften und vollständige Konkurrenz gepredigt wird, wurde Swisscom de facto eine Monopolstellung auf dem Campus eingeräumt. Dieser Widerspruch ist der HSG nun endlich klar geworden: Was war das für eine freudige Überraschung, als ich im vergangenen Sommer plötzlich vollen Empfang hatte – und das ganz ohne Swisscom! Danke im Namen aller erlösten Studenten und ein Hoch auf den freien Markt.


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