Author Archives: Studententheater St. Gallen

  • Russisches Drama in St. Gallen

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    Iwan Petrowitsch Wojnizkij, genannt Wanja, lebt mit seiner Nichte Sonja und seiner greisen Mutter Maria Wassiliewna auf dem Landgut seiner toten Schwester. Seit neustem lebt auch sein Schwager, Ehemann der verstorbenen Schwester, Professor Serebrjakow, mit seiner neuen, wunderschönen Frau Jelena auf dem Gut. Seinen Lehrstuhl für Kunst in der Stadt hat er aufgegeben, krankheitsbedingt, sagen die einen, weil er schlicht nicht fähig genug sei, die andern. Der Professor leidet, an Gicht, an Rheuma, an allem und an nichts. So ist der Bezirksarzt Astrow häufiger Gast auf dem Gut, um sich um die Gesundheit des Professors zu kümmern. So sehr das Gejammere ihres Vaters Sonja entnervt, so sehr freut sie doch die Anwesenheit von Astrow auf dem Gut, ist sie doch schon lange heimlich verliebt in ihn. Doch nicht nur Sonja scheint die Anwesenheit des Arztes auf dem Gut zu gefallen, auch die schöne Jelena findet Gefallen an Astrow, der etwas Abwechslung in den sonst so tristen und öden Alltag bringt. Und so kommt es, wie es kommen muss, wenn sich Langeweile und allzu viel Menschliches miteinander mischen…

    „Onkel Wanja“ wurde 1896 von Anton Tschechow verfasst und schliesslich 1899, kurz vor der Jahrhundertwende, in Moskau uraufgeführt. Das Studententheater St. Gallen freut sich auch dieses Semester, eine neue Interpretation eines alten Klassikers zeigen zu dürfen, die ihm neues Leben einhaucht.

    Die Premiere findet am Montag, 9. Mai 2016, 20.00 Uhr, im Figurentheater an der Lämmlisbrunnenstrasse 34 in St. Gallen statt. Weitere Aufführungen folgen Dienstag bis Donnerstag, 10. bis 12. Mai 2016, jeweils um 20.00 Uhr.

    Die Tickets kosten CHF 15 und können via studententheater.stgallen@gmail.com reserviert werden oder am Vorverkaufsstand vom 2. bis 4. Mai 2016 (von 10.00 bis 16.00 Uhr) und am 9. und 10. Mai 2016 (von 10.00 bis 14.00 Uhr) im Bibliotheksgebäude bezogen werden.

  • Das Studententheater zeigt „Graf Öderland“

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    Ein normaler, unauffälliger Bankangestellter wird zum Mörder. Er erschlägt scheinbar grundlos den Hausmeister der Bank brachial mit einer Axt. Der einzige, der versucht ihn zu verstehen und sein Motiv nachzuvollziehen, ist der Staatsanwalt.

    Dieses Semester führt das Studententheater St. Gallen „Graf Öderland“ von Max Frisch auf. Das Stück erzählt die Geschichte eines Staatsanwalts, der über das Motiv des Mörders sinnierend, plötzlich verschwindet. Ein Kindermärchen gibt ihm die Inspiration für sein neues Leben – er ist jetzt Graf Öderland und geht mit der Axt in der Hand um die Welt. So sammelt er ein Heer um sich, gross genug, um den Sturz der aktuellen Regierung zu wagen. In seiner Welt gilt das Gesetz des Stärkeren – und der Stärkere nimmt sich sein Recht mit der Axt.

    Obwohl das Stück bereits 1951 in Zürich uraufgeführt wurde, hat es nicht an Aktualität verloren. Gerade in der heutigen Zeit reicht ein Funkenschlag, ein Axthieb, aus, um ganze Systeme in eine Krise zu stürzen. Selbst ein Kindermärchen eines Grafen mit einer Axt mag genügend Angst und Schrecken zu verbreiten, um Anhänger hinter sich zu scharen. Auf welche Seite schlägst du dich, wenn Graf Öderland an deine Tür klopft?

    Wann: 30. November, 1. und 2. Dezember 2015, 20.00 Uhr (Türöffnung: 19.30 Uhr)

    Wo: Grabenhalle St. Gallen (Unterer Graben 17, St. Gallen)

    Tickets: 15.-/Tickets; Reservationen über studententheater.stgallen@gmail.com oder besuche uns an unserem Stand im Uni-Bibliotheksgebäude am 26., 27. oder 30. November 2015, jeweils von 9.00 bis 13.30 Uhr und kaufe dein Ticket direkt dort!

    Flyer Vorderseite[5]