Tag Archive: Campus

  1. Willy, Willy, go home

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    Das Gerücht über die unendlichen Mengen der Neueintretenden an der Uni SG scheint zu einem Saison-Hit zu werden. Von Erstsemestrigen, die im Audimax am Boden sitzen und von überbelasteten PC-Labors hat man eine grössere Angst als vor dem nächsten Vordiplom. Wie steht es mit den tatsächlichen Studierendenzahlen in den letzten Jahren?

    Getreu nach dem Motto #ThrowbackThursday verschlägt es uns heute in das Jahr 1996. Dieser Artikel erschien im Heft Nummer 241. Auch wenn seitdem schon fast 20 Jahre vergangen sind, haben sich die Probleme der Studenten scheinbar nur marginal verändert. Viel Spass beim Lesen!

    Falls die diesjährigen Zahlen der Studienanfänge im weitesten Sinne etwas mit dem letztjährigen Uni-Test des Nachrichtenmagazins Facts zu tun haben sollen, kann sich die ETH Zürich auf einen noch nie erlebten Boom der Techniker, Agronomen, Wirtschaftsinformatiker und anderer Amateure der Topberufe freuen. Letzten Herbst zur besten Schweizer Universität erkoren, durfte die HSG in diesem Oktober die meisten neuen Studierenden in seiner Geschichte begrüssen. Während die Anzahl der Erstsemestrigen in den letzten Jahren stabil blieb, sogar eher abnahm, sieht die Situation diesmal völlig anders aus. (Siehe Grafik).

    Das Maximum

    Die obere Grenze, welche von der Universität personell und räumlich bewältigt werden kann, liegt bei ungefähr 4’000 Immatrikulierten. Letztes Jahr waren 4018 Personen eingeschrieben; die diesjährigen Zahlen sind noch nicht bekannt, werden aber in den nächsten Wochen ermittelt. Auf jeden Fall fällt allen die jetzige “Überbevölkerung” auf. Wo man letztes Jahr noch gemütlich seine Testatarbeit schreiben oder ein wenig rumsurfen konnte, wird man heute von einem ungeduldigen und beschuldigenden Blick zum raschen Schluss aufgefordert – vorausgesetzt man konnte sich überhaupt einen Computerarbeitsplatz erobern. Dass dies nicht nur mit der steigenden Anzahl der Studierenden, sondern auch mit den immer neuen Anwendungen und Bedürfnissen zusammenhängt, darf man nicht übersehen. Beispielsweise sorgt die elektronische Einschreibung für die Themen der VWL-Seminararbeiten auch ohne übermässig viele Willige für ein Gedränge. Doch mancher wünschte sich, – unter Umständen auch etwas laut – dass die Erstsemestrigen besser im LotusNotes-Gebrauch instruiert worden wären, um ihre Einschreibungen auch etwas schneller erledigen zu können.

    Wer und woher denn?

    Die Zusammensetzung der immatrikulierten Studierenden ändert sich nicht bedeutend. Zu verzeichnen ist ein leicht, aber immerhin kontinuierlich wachsender Frauenanteil an der Unibevölkerung. Während dieser vor zehn Jahren noch 13,15% bei 3200 Studierenden betrug (8,9 auf Doktorandenstufe), sind es letztes Jahr ganze 20,7% von 4018 gewesen (auf Doktorandenstufe erstmals über 17%). Diese Zahlen haben keinen Einfluss darauf, dass sowohl die weiblichen als auch die männlichen Erstsemestrigen in einigen Vorlesungen mit dem Logenplatz am Audimax-Boden Vorliebe nehmen müssen. Dies bedeutet natürlich die Neudefinition einer gutbesuchten Vorlesung. Die vollen hintersten Reihen sind heute kein ausreichendes Indiz mehr – solange nicht Einige die Vorlesung frühzeitig verlassen, weil ihnen die Beine vom unbequemen Sitzen eingeschlafen sind, kann von keinem Erfolg gesprochen werden. Das brennende Thema der diesjährigen Neuanfänge kann noch nicht endgültig besprochen werden, da die Einschreibefrist erst vor Kurzem abgelaufen ist und noch keine Daten vorliegen. Herr Tinner von der HSG-Pressestelle meint aber, dass die Zahl mehr als 800 beträgt, wobei sich zu den Erstsemestrigen eine Menge von Quereinsteigern und Austauschstudenten gesellt. Wie in den letzten Jahren auch, sind ausser den Schweizern die Vertreter der Nachbarländer am häufigsten anzutreffen. Vertreten sind aber Studierende aus 55 Nationen.

    Zahlen aus den Quellen der Pressestelle

    Von den insgesamt 4018 Studierenden befanden sich gut 35% in der Grundstufe, gut 39% in der Lizantiatsstufe und etwas mehr als 25% waren als Doktorierende immatrikuliert. Von den 1584 Studierenden der Lizentiatsstufe haben rund 71 % den wirtschaftswissenschaftlichen Lehrgang (inklusive Informations- und Technologiemanagement) gewählt, davon belegten 84% die betriebswissenschaftliche Studienrichtung. Rund 16,5% waren auf dem Wege zum juristischen Abschluss; die Lehrgänge Wirtschaftspädagogik und Staatswissenschaften waren mit 3,5% bzw. 4,5% vertreten.

  2. Bald Pferdeabstellplatz an der HSG?

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    Die Verkehrssituation auf dem Rosenberg ist bekanntlich angespannt. Parkplätze sind Mangelware und Busverbindungen sind zu Stosszeiten jenseits ihrer Kapazitätsgrenzen. Mit einem neuen Vorschlag will man in naher Zukunft, möglichst schon für kommenden Sommer, wenigstens einem Teil der Studierenden entgegenkommen: Wer bisher mit seinem Pferd zur Universität kommen wollte, musste für einen Abstellplatz auf den benachbarten Bauernhof ausweichen. „Wir hatten zum Teil fünfzehn Tiere parallel untergebracht, dazu oft noch ein oder zwei Kutschen derjenigen Studierenden, welche ein ganzes Gespann führen.“ bestätigte der Hofherr gegenüber prisma. Auch Maximilan, 22, HSG (Bild) sieht Handlungsbedarf: „Da im Sommer die schwarzen Ledersitze meines Autos zu heiss werden, greife ich gezwungenermassen jeweils auf mein Pferd Mary Lou zurück, um zur Universität zu kommen. Ein gedeckter Unterstand, um meine Stute auf dem Campus abstellen zu können, wäre da die ideale Lösung.“

    Alternativen attraktiver machen: Projekt „Stallung an der HSG“

    Seitens der Universität soll nun endlich reagiert werden; die Gebäudeverwaltung der HSG ist „froh um jeden, der nicht mit dem Auto anreist“ und will in der Konsequenz Schritte ergreifen, um Alternativen wie das Pferd attraktiver zu machen. In der jetzigen Phase des Projekts „Stallung an der HSG“ evaluiere man den Bedarf, wie prisma aus unbestätigten Quellen weiss. Wer sich bereits frühzeitig einen fixen Mietplatz für seinen Klepper sichern will, könne sich direkt bei der Gebäudeverwaltung melden.

  3. Ein Rückblick auf den HSG Ball

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    Ein wundervoller und gelungener HSG-Ball vereinigte gestern Abend Studenten, Professoren, Alumni und Freunde. Es wurde geredet, gelacht, getanzt und genossen in der vertrauten Umgebung unser aller Alma Mater.

    Urs Landolf, Präsident der Alumni, begrüsste die Gäste des Galadinners dann auch nicht als „Gäste“ oder als „HSG-Freunde“, sondern mit „Herzlich Willkommen liebe HSG-Familie“. Rund dreihundert Personen genossen das Dinner in einer festlich dekorierten Mensa, die kaum wiederzuerkennen war. Ein delikates Drei-Gang-Menü mit Salatbouquet, Entrecôte an Marsalajus und Herbstgemüse und einer Dessertvariation stärkte für den bevorstehenden Abend. Serviert wurde das ganze Dinner übrigens von bekannten Gesichtern aus unserer A-Mensa. «Heute Abend sorgen 46 Mitarbeiter dafür, dass kein Gast hungrig bleibt», erzählt Antonio Netti, Leiter der HSG-Mensa, den prisma übrigens gegen Mitternacht tatkräftig mitarbeitend am Bratwurst-Stand auf dem Vorplatz trifft. Für jeden Mitarbeiter sei es eine Freude, an solch einem Anlass zu arbeiten.

    Der Tanz ist eröffnet

    Um 21 Uhr eröffnete Rektor Thomas Bieger offiziell den festlichen Anlass. Anschliessend tanzten Jung und Alt in Begleitung des Uni-Orchester zum Wiener Walzer. Dazwischen lockerten die sechs Herren der Acappella-Band A-LIVE die Masse mit rockig-swingigen und lustigen Einlagen auf. Im Hauptgebäude herrschte derweil noch reges Gerede bei poppiger Musik, während der Barbetrieb langsam auf Hochtouren kam. Viele der prächtig gekleideten Gäste nutzten die Möglichkeit, sich in der Fotolounge ablichten zu lassen, um eine Erinnerung an den schönen Anlass mit nach hause nehmen zu können. Andere suchten eine der Lounges auf, um sich dort mit bekannten Gesichtern zu unterhalten. Wiederum andere gönnten sich in der Genuss-Lounge eine feine Zigarre oder einen edlen Tropfen in gemütlicher und eleganter Atmosphäre.

    Der traditionelle Anlass stellt jeweils alle zwei Jahre die Wissenschaft und die Lehre in den Hintergrund. Rektor Thomas Bieger sagt: «Der HSG Ball ist eine Tradition, der auf die 30er Jahre zurückgeht und immer eine Verbindung zwischen der HSG und der Region bilden sollte.» Der Ball führt alle Menschen zusammen, die eine Verbindung zur Universität haben. Man trifft Studierende aller Semester, Professoren, Verwaltungsmitarbeiter und Alumni jeden Alters. Darüberhinaus öffnet der Ball auch die Tür für die Bevölkerung der Stadt St. Gallen. Schlüsselpersonen aus der Region wie Regierungsräte Stefan Kölliker oder Fredy Fässler oder auch Stadträtin Patrizia Adam und auch Thomas Scheitlin, der als Stadpräsident auch Schirmherr war, waren anwesend. Thomas Scheitlin sagte zu prisma, dass er jedes Mal gerne komme, denn «es ist ein grossartiger Anlass zum Austausch mit Studenten und Alumni.»

    Disco bis frühmorgens

    Gegen elf Uhr abends schaukelte sich die Partystimmung auch im Disco-Floor im Hauptgebäude hoch. Die Party war in vollem Gange, alle tanzten und genossen. War man erschöpft, konnte man sich eine Pause in einer Lounge gönnen. In der Lounge der Studentenschaft (SHSG) traf prisma auf SHSG-Präsident Dardan Zeqiri und fragt, was ihm der Ball bedeutet. «Der Ball ist ein Höhepunkt für uns Studierende und eine Tradition. Er ist aber auch Sinnbild für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Universität St. Gallen, der HSG-Alumni und der Studentenschaft.» Und zu Recht können alle Beteiligten stolz auf dieses Gelingen sein! Zeqiri fügt schmunzelnd an: «Unser festlich glänzende Campus bietet uns den Rahmen dafür, dass für einmal nicht nur Professor Geiser eine Fliege trägt, sondern wir alle.»

    Nach etlichen Drehungen auf dem Tanzparkett und der Ziehung der Tombola-Hauptgewinne machten sich bereits einige Gäste auf den Nachhauseweg. Jene, die noch nicht genug hatten, konnten noch bis drei Uhr morgens ihre Tanzkünste unter Beweis stellen – dank der Zeitumstellung sogar eine Stunde länger. Und spätestens dann begab man sich glücklich und erschöpft auf den Heimweg und liess den Abend revue passieren.

    Fotos: Livia Eichenberger

     

  4. Glamour, Glamour auf dem Campus

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    Wenn die Zelte sich auf dem Vorplatz erheben, das Pakett ausgelegt ist und die Diskokugel im Foyer des Hauptgebäudes funkelt, ja dann ist es Zeit, den Smoking heraus zu suchen und die Stöckelschuhe zu polieren. Die magische Ballnacht steht vor der Tür!

    Am nächsten Samstag ist es wieder soweit: die Universität lädt ein zum HSG-Ball. Seit 1930 stellt der alle zwei Jahre anstehende Ball den womöglich einzigen kulturellen Anlass an der Uni dar, der nicht im Zeichen der Wissenschaft und der Lehre der HSG steht. Ganz im Gegenteil: es geht um schöne Kleider, gute Musik, Schlemmen und natürlich um’s sehen und gesehen werden. Es geht für Alumni darum, beim Galadinner mit Studienfreunde von anno dazumal in Gedanken an die gemeinsame Zeit in St. Gallen zu schwelgen. Für jetzige Studierende geht es darum, die Bücher für einmal wegzulegen und stolz darauf zu sein, an dieser prestigeträchtigen Uni zu studieren. Und für die Uni geht es nicht zu letzt darum, die Pforten für die Bevölkerung der Stadt zu öffnen.

    Lieber klassisch oder poppig?

    Das diesjährige Programm hat einiges zu bieten. Nach dem Galadinner in der festlich dekorierten Mensa eröffnet Rektor Thomas Bieger um 21 Uhr offiziell den festlichen Anlass. Das Orchester der Universität wird die Eröffnung musikalisch begleiten. Später wird die Acappella-Band A-LIVE in der Aula mit ihrem poppigen Auftritt für das nötige Zucken im Tanzbein sorgen. Daraufhin wird die Aula durch die Dani Felber Big Band zum Ort des kalssischen Tanzes.

    Wer es lieber modern hat, der kann seine Tanzkünste auf dem Discofloor im Hauptgebäude (fast) die ganze Nacht unter Beweis stellen. Falls es einem zwischendurch – egal auf welchem Floor – etwas schwindelig vom Hin und Her mit dem Tanzpartner würde, der kann es sich in den verschiedenen Lounges und Bars gemütlich machen. Im Angebot stehen zum Beispiel die Genuss-Lounge, wo Whisky und Zigarren gereicht werden oder die verlockend klingende naschBAR, die den Hunger zwischendurch stillen will. Sein grosses Glück kann man mit einem Los der Tombola herausfordern und zum Beispiel eine hochwertige Uhr gewinnen.

    Was die magische Ballnacht sonst noch zu bieten hat, wird prisma für euch am kommenden Samstag vor Ort herausfinden. Wir werden den Glamour für euch in Bild und Schrift festhalten. Seid also gespannt.

    Weitere Infos zum Ball findet ihr hier.

     

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  5. Schluss mit Orgasmen im Klavierzimmer

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    Es war ein offenes Geheimnis an der HSG. Weil sich die Musikzimmer im Keller der Bibliothek von innen verschliessen lassen, wurde oft gemunkelt, es werde dort nicht nur musiziert. In der Lernphase im Sommer sind sogar Beweisstücke aufgetaucht, die den Verdacht bestätigen.

    Damit ist jetzt Schluss. Offensichtlich wurden die Schlösser an den Türen zu den Musikzimmern demontiert, wie folgendes Foto zeigt.
    Türe Klavierzimmer

    Update vom 9. Oktober: Die Drehknopfzylinder sind aus brandschutztechnischen Gründen entfernt worden, weil sich im Brandfall das Metall mitaufwärmen würde und die Flucht aus dem Raum erschwert. Die neuen Zylinder ohne Drehknopfmechanismus sind bereits bestellt, wurden aber noch nicht geliefert. Die Montage soll in zwei bis drei Wochen erfolgen. Dies bestätigt HSG-Kommunikationsverantwortlicher Marius Hasenböhler-Backes. “Wie haben keine Anhaltspunkte für die von [prisma] beschriebenen Gerüchte.”

  6. „Sorry, döfi echt dini Essensreste?“

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    13.30 Uhr, A Mensa. Zwei Männer Mitte Zwanzig mit auffallenden, roten Küchenschürzen betreten die Kantine. Einen kurzen Augenblick später steht einer der beiden an unserem Tisch und stellt sich als einer der Künstler der „intervention – young artists on campus“ vor. Er klärt uns über sein Anliegen auf: „Mir sammled Essensreste zums nacher verchole“. Die übliche Montagsbeschäftigung halt. „Ich han da scho ganz en huufe schöni Sache becho“, meint er halb stolz, halb begeistert. Behutsam öffnet er daraufhin seine Keksschachtel, die er in Händen hält und lässt uns einen Blick auf seine erworbenen Schätze erhaschen: zwei Cherrytomaten, einige Pommes und ein Hämpfelchen Maccaroni mit Käse. Mit dem Blick auf unsere Teller gerichtet, auf welchen sich nur noch je ein einsamer Schnitz Zitrone befindet, folgt die Frage, ob wir vielleicht auch etwas spenden würden. Obwohl wir die eigentlich gerne selbst mit nach Hause genommen hätten, um eine Bio-Halskette zu basteln, willigen wir ein. Nach genauer Betrachtung und Abwägung der ästhetischen Merkmale beider Schnitze, entscheidet er sich schlussendlich für den schöneren der beiden. Nachdem er noch kurz unser Einverständnis eingeholt hat, dass das besagte Stück Zitrone nicht zu Biogas verwertet werde, setzt er seine Suche nach dem interessantesten Stück Country Potato (Annahme der mit Kunst nicht besonders bewandten Autorin; jegliche Haftung wird ausgeschlossen) auf anderen Tellern fort. Zurück bleiben ein einsamer Zitronenschnitz und zwei irritierte Gesichter.

     Denkstrukturen aufbrechen

    Irritation durch Intervention – das ist wohl auch das Ziel des vom universitätseigenen Kunstverein proArte durchgeführten Projektes „intervention – young artists on campus“. So beschreibt Christina Lüthy, die Initiatorin und Leiterin der Veranstaltung, den Beitrag von Kunst darin, „bestehende Denkstrukturen aufzubrechen und Dinge neu zu betrachten“. Zu diesem Zweck wurden mittels eines Wettbewerbs fünf junge Künstler mit vier Arbeiten ausgewählt, welche durch die Begegnung mit ihren Installationen zum Nachdenken anregen sollen. Diese jungen Leute sind namentlich Flavio Cury, Jorim Huber, Christian Fischer und Rafael Lippuner, und Lea Rüegg. Die Werke, welche ganz nach HSG-Manier überall auf dem Campus verstreut sind, konnten am vergangenen Montag auf einer Führung mitsamt Erläuterungen vor Ort bestaunt werden.

     Vernissage neben der Garage

    Der offizielle Start der einwöchigen Veranstaltung, nämlich die Vernissage, fand dann um 18.30 Uhr nicht ganz „on campus“, sondern eher unter dem Campus statt: im mit gemütlich blauem Licht durchfluteten Lüftungskeller neben der Parkgarage. Anwesend waren nicht nur das fünfköpfige studentische Organisationsteam, sondern auch die ebenfalls studentischen Künstler, die Jury und die Sponsoren sowie Vertreter der Kunstkommission. Bei einem, ebenso ganz nach HSG-Manier, reichlichen Apéro, wurden die besagten Personen vorgestellt und die Gedankengänge hinter den Kunstwerken erläutert. Hier erfuhr man auch den Gedanken hinter den verkohlten Cherrytomaten, nämlich die symbolische Schliessung eines Essenskreislaufes: Essen wird verkohlt und mit dieser Kohle wird wiederum Essen gekocht. Pommes zu Kohle, Kohle zu Pommes, sozusagen. Das Künstlerduo (a.k.a. die Küchenschürzenmänner), welches zwischen den Besuchern stehend den Erläuterungen der Organisatorin lauschte, grinste sich an. Einer der beiden wog, mit Blick auf seinen Kollegen, seine Hand hin und her in einer Manier, welche sich sprachlich zu „naja“ übersetzen lässt und bei einem unbeteiligten Beobachter Zweifel an der gewollten Erschaffung eines Essenskreislaufes aufkommen lässt. Ich glaube, sie wollten auch nur Bio-Halsketten basteln.