Neuer Trendsport: Diebstahl

Der Unisport. Ein Ort des Vergnügens und der Entspannung, an dem der anstrengende Uni-Alltag für einige Minuten verdrängt werden kann. Allerdings werden die Sportanlagen neuerdings auch von Personen mit einer etwas anderen Motivation aufgesucht. Diebe wollen die Ablenkung der Studierenden ausnutzen, um sich eigennützig auf Kosten anderer zu bereichern.

Diebstähle an öffentlichen Institutionen wie der HSG sind grundsätzlich nichts Neues. Schon vor zwei Jahren ging ein Video in der Sharing is Caring Facebook Gruppe viral, welches einen Taschendieb am helllichten Tag in der B-Mensa zeigte. Dieser hatte während 30 Minuten an 15 verschiedenen Sitzplätzen immer das Gleiche Vorgehen angewendet: Hinsetzen, Umschauen, Jacke ausziehen, zurückrutschen, durch seine Jacke in die Jacke der dahinter sitzenden Person greifen, die Taschen durchsuchen, Platzwechsel und das Ganze von vorne. Der Mann wurde zwar von der Polizei erwischt, jedoch wieder laufen gelassen, da nichts Gestohlenes bei ihm gefunden wurde.

Seit diesem Eklat ist längere Zeit nichts mehr passiert. Über kleinere Bagatelldelikte wie das Entwenden von Regenschirmen an einem verregneten Herbsttag in St.Gallen (davon gibt es leider einige) lässt sich hinweg schauen. Doch nun scheinen die Diebe zurück an die HSG gekommen zu sein. Neuer Tatort: Der Unisport. In der diesjährigen Startwoche sollen mehrfach Wertgegenstände entwendet worden sein. Wer jetzt denkt, «Ich schliesse meine Sachen ja immer ab, die können mir nichts anhaben», liegt falsch. Sogar Vorhängeschlösser sollen verbogen worden sein, nur um dann den sich in Sicherheit wiegenden Sporttreibenden ihr Bargeld zu stehlen.

Der Unisport hat nun reagiert und empfiehlt den Studierenden, ihre Wertsachen neuerdings mit in die Halle oder den Kraftraum zu nehmen, um so Diebstähle zu vermeiden. Zudem werden am Eingang verschärfte Legi Kontrollen durchgeführt, welche ungebetene Gäste fernhalten sollen. Möglicherweise befinden sich jedoch die Diebe auch unter den (neuen) Studierenden. Daher kann an dieser Stelle nur an die Vernunft und Ehrlichkeit aller KommilitonInnen appelliert werden: Diebstahl ist kein fairer Sport.


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