Best Practices für die (k)olmarische Nutzenmaximierung

Auch wenn einige unser Genossen erst seit ein paar Wochen die Universität frequentieren, so ist dennoch allgemein bekannt: Oktober ist Olma-Zeit. Diese dauert jedoch – obwohl allgemein auch fünfte Jahreszeit genannt – nur 10 Tage an, welche es gerade deshalb klar zu planen und optimal zu nutzen gilt. Also,ohne weitere Verzögerungen, zu den Best Practices.

Beim Säuli Rennen Wetten auf das spieltheoretische Pareto-Optimum setzen.

Ob Amateur oder Experte – es ist jedem geraten beim Säulirennen nicht einfach ins Blaue hinein zu spielen. Ganz im Gegenteil, besonders während der OLMA Zeit werden Rennstatistiken auf das peinlichste genau analysiert und ausgewertet, der ein oder andere kann gerade hier Kenntnisse aus Risk Management und der Spieltheorie anwenden und seinen Intellekt unter Beweis stellen.

Degustationshallen – almost paradise?

Besonders den Studenten, die nicht aus der Schweiz kommen, sind die Degustationshallen wärmstens zu empfehlen. Denn hier findet nicht nur jeder eine Nische, sondern es gibt auch eine formidable Auswahl an Bier, Wein, Spezialitäten und die Abende vergehen hier wie im Flug.

Fotografische Ausstattung

Die OLMA hat gerade aus ästhetischer Perspektive so einige Highlights zu bieten. So sieht man nicht nur überall glückliche (und heiter-getrunkene) Menschen, sondern besonders die große Auswahl an Tieren, mitunter die schönsten Kühe, Schafe, Säulis und was das Herz noch begehrt – hier darf natürlich die passende Dokumentationsform nicht fehlen!

Welcher Traktor passt zu mir?

Zwar stehen im Allgemeinen an der HSG eine etwas andere Art von Transportmitteln im Fokus, jedoch bleibt zu bedenken, dass Individualität mit Aufmerksamkeit belohnt wird. So wird in Zukunft jeder Porsche-Fahrer vor Neid erblassen, wenn im neuen 5125R John Deere Traktor (120 PS und bis zu 5’300 kg Hubleistung – just saying) vorgefahren wird.

An alle Zürcher …

Obwohl altbekannt, soll dies hier nur noch einmal gesagt sein: Lasst doch bitte euren Senf daheim, gottverdammi. Wir sind hier in St. Gallen!

Treffpunkte abmachen!

Es geht schneller als man für möglich hält: Gerade eben verköstigt man noch den vorzüglichen Apfelwein in Halle 5, will ihn dem Kollegen weiterreichen und schon steht man alleine da. Was nun? Keine Panik, auch wir haben damit schon zu kämpfen gehabt und werden auch dieses Jahr nützliche Vorbereitungen treffen. Zu empfehlen sind natürlich an oberster Stelle neonfarbene oder blinkende Hüte. Somit ist man auch im Getümmel schnell zu entdecken und es hat den angenehmen Nebeneffekt ein wenig Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dies wird dicht gefolgt vom Beiführen eines bunten Fähnchens oder Regenschirms, wie man es bei Reiseleitern des Öfteren entdecken kann. Wie immer ist auch hier das interdisziplinäre Denken goldrichtig und wird mit Erfolg belohnt.

Regeln für das Reporting nach Hause

Zwar ist vielen Familien (hoffentlich) bewusst, dass ihre Sprösslinge sich in der Schweiz aufhalten, jedoch sollte die Berichterstattung von der OLMA dennoch häppchenweise von Statten gehen. Gerade eine komplette Überladung an Dokumentation aus den Ställen, von den Säulirennen und zu guter Letzt vom ein oder anderen Spontan-Kaufs-Traktor kann – obwohl nett gemeint – einen kompletten Schock auf Familienmitglieder haben und sollte aus diesem Grund mit ausreichender Erklärung und in kleinen Dosen kommuniziert werden.

Wieder einmal das innere Kind (und hoffentlich nicht das getrunkene Bier) am Jahrmarkt rauslassen

Wenn man nicht schon durch die Unmengen an konsumierten Alkohol sich benimmt als wäre man wieder im Kindergarten, dann lösen die ganzen Bahnen und Schießstände am Jahrmarkt dies sicher aus. Sei es ob man seine ausgezeichneten Reflexe beim Autoscooter unter Beweis stellen will oder seinem Schwarm auf der Achterbahn beweisen will, dass es definitiv schlechter aussehende Leute als einem selber gibt, es hat für jeden was dabei.

Alle Kollegen verlieren nur um sie schlussendlich am Schützengartenstand wieder zu finden

Wie es halt so ist mit Menschenaufläufen kombiniert mit der Leichtsinnigkeit, die mit der Olma Hand in Hand geht, verliert man sich oft. Doch banget nicht, seine Freunde an der Olma wieder zu finden ist noch einfacher als in einer FiBu-Lektion einzuschlafen. Man sucht einfach den nächsten Schützengartenstand auf und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit seine Freunde dort finden. Wenn nicht hat es immer noch Bier, win win würde ich sagen.

Die melancholischen Gedanken an das Ende der Olma in Bier ertränken

Wenn nun die letzten paar Tage der Olma anrasen wie die kleinen Schweinchen im Rennen holt einem auch das melancholische Gefühl ein. Was soll man nur nach der Olma machen? Was für einen Sinn hat das Leben ohne zu vollgestopfte Degustationshallen, überteuerte Bahnen, Unmengen an Bier und Alkoholleichen? Wie soll man nun rechtfertigen, dass man bereits um 11 Uhr betrunken ist? Das und viele andere trübselige Gedanken schiessen durch den Kopf. Aber denkt immer daran: nach der Olma ist vor der Olma. Und bevor man jetzt in Wehmut versinkt stürzt man sich lieber noch einmal in die Menschenmenge der Degustationshalle und trinkt, bis man nicht mehr stehen kann.


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