Studierendenstatistik

An der HSG waren letztes Jahr 8553 Personen immatrikuliert — wer sind sie und woher kommen sie? Ein Blick in die Statistiken gibt Aufschluss.

Wer an der HSG schon mehr als ein Semester weilt, hat es schon 1000 Mal gehört: Das Hohelied auf die Internationalität und globale Vernetzung der HSG. Tatsächlich waren gemäss der aktuellen Broschüre «HSG im Portrait — Zahlen und Fakten» Studierende aus über 80 Ländern an der Universität St. Gallen eingeschrieben. Das Netzwerk an Partneruniversitäten umfasst gar rund 200 renommierte Institutionen auf der ganzen Welt.

Dennoch sind dem Multikulturalismus auch auf dem Rosenberg gewisse Grenzen gesetzt. So besteht für die Studierenden eine gesetzliche Beschränkung des Ausländeranteils auf 25 % — unter den Professoren und Dozierenden, welche keinen derartigen Restriktionen unterworfen sind, stammt immerhin etwa die Hälfte aus dem Ausland.

Auch die Immatrikulationsstatistik relativiert den kosmopolitischen Charakter unserer Alma Mater: Mit 64.29% kam letztes Jahr der Löwenanteil aller ausländischen Studierenden aus dem deutschsprachigen Raum. In absoluten Zahlen waren demnach 1436 deutsche, 231 österreichische und 61 liechtensteinische Studierende an der HSG immatrikuliert. Somit stellte das kleine Fürstentum mehr HSG-Studenten, als Indien und Brasilien zusammen — Hut ab!

Auch wer eine Abneigung gegen Zürich hegt, ist an der HSG leider am falschen Ort. Im Jahr 2017 hatten nämlich 1’161 Studierende und somit 19.82 % aller Schweizer HSG-ler ihre Maturität im Kanton Zürich erlangt. Damit ist das Kontingent des bevölkerungsreichsten Schweizer Standes an der HSG grösser, als dasjenige ihres Heimkantons St. Gallen — dieser rangiert lediglich an zweiter Stelle.

Entgegen der insbesondere von Studierenden des 3. Semesters vertretenen Auffassung, wonach die «Flut an nervigen Assessies» immer grösser werde, entwickelte sich die Anzahl der HSG-Neulinge im letzten Jahr konstant bis leicht rückläufig. Erreichte der Assessment-Jahrgang 2016 mit 1704 Personen seinen bisherigen Höhepunkt, waren im Herbstsemester 2017 lediglich ca. 1600 Studierende im Assessment eingeschrieben.

Nicht zuletzt lohnt sich auch ein Blick auf die Geschlechterstatistik, die nach wie vor ein unausgeglichenes Bild aufweist. Lediglich 35 % aller Studierenden sind weiblich, wobei sich über die letzten Jahre immerhin eine stetige Zunahme bemerkbar gemacht hat. Interessanterweise ist der Frauenanteil im Assessment am tiefsten und auf Doktoratsstufe am höchsten.


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