Notenanzeige um 23:59 Uhr

Nichts hat in den letzten Wochen die Gemüter der Studierenden so erhitzt wie die Abschaffung der Notenvoranzeige und der Erhalt der Notenverfügung zu einer etwas ungewöhnlichen Uhrzeit. Aber rollen wir den Sachverhalt doch einmal von Anfang an auf.

Auf das FS2018 hin wurde gemäss Prorektorat Studium & Lehre ein neues System zur elektronischen Noteneingabe, genannt FacultyMarks, an der HSG eingeführt. Dieser Wechsel soll zu mehr Sicherheit bei der Noteneingabe und einer Verkürzung – ich betone: einer Verkürzung – der Bearbeitungszeit führen. Aufgrund dessen wurde die Notenvoranzeige auf das HS2018 hin abgeschafft.

Soweit so gut. Die Notenverfügung der zentralen Prüfungen kommt zwar offiziell dieses Jahr am 5. März und damit gut zehn Tage später als letztes Jahr die Notenvoranzeige (22. Februar). Dafür sind es dann immerhin die rechtlich verbindlichen Noten. Bei den dezentralen Noten war es gemäss Plan sogar nur fünf Tage später als letztes Jahr. Jedenfalls haben das alle gemeint, bis dann der 29. Januar kam.

Lange wurde spekuliert, um welche Uhrzeit denn nun die Noten im Compass erscheinen: Wird es 8 Uhr? Mittag? Oder doch zufällig irgendwann im Verlauf des Tages? Alles falsch. Nach mehreren Anfragen an das Dean’s Advisory Office (DAO) machte sich Ernüchterung breit. Die Noten kommen, aus welchem Grund auch immer, um 23:59 Uhr. Dies wurde nirgends kommuniziert, da es dem DAO wohl als komplett normal und gar nicht kontraintuitiv erschien, dass die Noten um Mitternacht kommen. Die Bilder von Studierenden, die abends im Ausgang um 23:59 Uhr ihre Noten im Compass abrufen, gehen mir persönlich nie mehr aus dem Kopf.

Dabei wäre es doch so einfach gewesen: Hätte das DAO einfach von Anfang an kommuniziert, dass die Noten um 0 Uhr am 30. Januar kommen, hätte sich wohl absolut niemand beschwert. Aber um zu dieser Erkenntnis zu kommen, muss man wohl etwas näher an den Studierenden sein.


1 Kommentar

  • Hans Müller

    Wahre Worte! Im Assessment wird mit dem SGMM die Wichtigkeit von Kommunikation eingetrichtert und selber bringt man es nicht auf die Reihe. Dies ist nicht der einzige Fall in dem es zu Unstimmigkeiten zwischen den vermittelten und tatsächlich gelebten Werten an der Uni kommt.

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