Für mehr Diversität auf dem HSG-Campus: Der Pride Month @ HSG

Sichtbarkeit, Sensibilisierung, Ermutigung. Das sind die drei übergeordneten Ziele des Pride Month @ HSG, der im Oktober stattfinden wird – die Vision der Initiant*innen sowie eine Übersicht über die angebotenen Workshops und geplanten Aktionen.

Die HSG-Vision ist es, eine aktive und von der gesamten Universität getragene Inklusionspolitik zu betreiben. Dazu gehört die Gleichstellung aller Mitglieder*innen der Universität, unter anderem auch ungeachtet deren sexueller Orientierung. Der Pride Month @ HSG wurde auf studentische Initiative hin ins Leben gerufen und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen HSG-Stellen geplant. Die Universität St. Gallen setzt damit ein Zeichen, zu einer progressiven Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen zu wollen. Damit ist sie längst nicht mehr allein: Bereits die letzten zwei Jahre hisste die ETH Zürich Regenbogenfahnen, das MIT in Boston startete eine Kampagne mit Plakaten in Regenbogenfarben namens «You are welcome here» und die Oxford University nennt sich «a proud LGBT+ Ally». Aber auch neben dem akademischen Umfeld gewinnt das Thema immer mehr an Relevanz. So beteiligten sich an der Zurich Pride 2019 namhafte Unternehmen wie die Credit Suisse, EY, SWISS, Adobe, Swarovski und viele weitere und zeigten damit ihre Unterstützung für ihre jetzigen sowie zukünftigen LGBT+ Arbeitnehmenden – viele davon Absolvent*innen der HSG.

Uniforme HSG?

Der Pride Month @ HSG soll zu mehr Sichtbarkeit von LGBT+-Personen auf dem Campus und Sensibilisierung der HSG-Studierenden auf damit zusammenhängende Themen führen. Zudem sollen sich LGBT+-Personen auf dem Campus wohl fühlen können. Gemäss Initiant und Organisator Andreas Oberholzer werde die HSG von aussen als sehr uniform wahrgenommen, wobei die Gebäude aus Beton dies noch unterstreichen würden. Dabei sei die HSG ein Ort mit vielen verschiedenen und visionären Menschen. Es sei deshalb besonders für unsichere Personen enorm wichtig, dass ein Zeichen für eine inklusive HSG-Kultur gesetzt wird. Zudem würden Führungskräfte der Zukunft nur Erfolg haben können, wenn sie inklusiv arbeiten und Rücksicht auf verschiedene Identitäten nehmen würden. Eine Sensibilisierung in diesem Bereich sei damit ungemein bedeutsam.

Ziele des Pride Month

Die Visibilität von LGBT+-Personen an der Uni soll durch Regenbogenfahnen und Tischflaggen verteilt auf dem Campus sowie Pins und Sticker, die von möglichst vielen Personen getragen bzw. auf deren Gegenstände geklebt werden sollen, erreicht werden. Diese Aktionen sind vor allem an die Personen auf dem Campus gerichtet. Die Universität plant jedoch zudem, auf ihrer Website sowie mit Posts auf ihren Social-Media-Kanälen der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die HSG auf Diversität und Inklusion Wert legt. Mit der Sensibilisierung wird noch ein Schritt weitergegangen: Allen Mitgliedern der Universität soll im Rahmen des Pride Month etwas zu LGBT+-Themen mit auf den Weg gegeben werden, indem beispielsweise Events wie Workshops und Talks organisiert werden. Dabei geht es darum, Verständnis zu schaffen sowie Personen als LGBT+-Allies zu gewinnen. Ally ist, wer zwar nicht selber der LGBT+-Community angehört, sich jedoch für deren Anliegen stark macht.

Pro Woche ein Kampagnenthema

Jede Woche des Pride Month gibt es eine Kampagne unterschiedlichen Inhalts. Die erste Woche ist dem Thema «First Times» gewidmet – in Anlehnung an den ersten Pride Month an der HSG – die zweite ermutigt zu «Show your true colors» und in der dritten Oktoberwoche ist das Schwerpunktthema des Pride Month sodann «Be an ally».


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

*