Mit dem HSG Learning Center für die Zukunft gewappnet

Vor Kurzem wurde der Spatenstich für das Gebäude gefeiert, welches mögli- cherweise die Zukunft des Lehrens und Lernens an der HSG verändern wird. Eine Analyse.

Alle, die in der Lernphase die Bib oder den TheCo der WG vorziehen, wissen, wie knapp die Lernplätze sind. Nun soll durch den Bau des neuen HSG Learning Centers Abhilfe geschaffen werden – rund 8’500 neue Arbeitsplätze wird der neue Lernort neben dem Bibliotheksgebäude bieten.

Am 6. November war es endlich soweit. Nur vier Monate nach Erteilen der Bewilligung für den Bau des Gebäudes fand der Spatenstich statt. Das neue HSG Learning Center soll ab 2022 bezugsbereit sein und den Studierenden zusätzliche Lernplätze zur Verfügung stellen.

Wie Rektor Thomas Bieger bei der Einweihung anmerkte, sei das Learning Center Sinnbild für die Entwicklung von Lernen und Lehren und dadurch auch für die Universität 4.0 – der Neukonzeption universitärer Pädagogik. Das Learning Center soll eine innovative Umgebung schaffen, in welcher persönliche Interaktion und Begegnung ermöglicht werden soll, was gerade im Zeitalter der Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt und für einen effektiven Lernprozess unabdingbar ist.

Der Kostenpunkt des Baus liegt bei rund 60 Millionen, diese doch beträchtliche Summe wird gänzlich durch priva- te Förderungen finanziert. Hinter dem Design steckt der japanische Architekt Sou Fujimoto, bekannt für seine fragilen, durchsichtigen Werke wie beispielsweise das «Haus der primitiven Zukunft» in Basel.

Die treibenden Kräfte hinter dem Learning Center
Realisiert wurde das HSG Learning Center sowie die Spendensuche durch die HSG Stiftung. Wie bereits erwähnt, kommt das HSG Learning Center ohne Zuschüsse der Öffentlichkeit aus – die meisten Spender und Spenderinnen sind ehemalige Studierende der Universität St. Gallen. Hier kommt auch die Ehemaligenorganisation HSG Alumni ins Spiel, welche es sich zur Aufgabe machte, potentielle Spender und Spenderinnen zu erkennen und anzusprechen. Einerseits wurde dies durch direkte Ansprache und andererseits durch eine Spendekampagne auf verschiedenen Kommunikationskanälen durchgeführt.
Auch die SHSG war massgeblich an der Realisierung des Learning Center beteiligt. So sagt der Präsident der Studentenschaft Florian Wussmann, dass die Studierenden merken, dass die Erwartungen, die Wirtschaft und Gesellschaft an sie stellen, sich im Zeitalter der Digitalisierung drastisch verändert haben. Die Studierenden erwarten vom Learning Center, dass es sie unterstützt, sich auf diese veränderte Praxis vorzubereiten. Das Studium ist nicht mehr das gleiche wie vor 10 oder 20 Jahren. Ausserdem wünscht Wussmann sich, dass das Learning Center Generationen von HSGlern und HSGlerinnen zusam- men- und somit auch voranbringt.

Eine grobe Timeline des Learning Centers
Ende 2016 erklärte sich die HSG Stiftung dazu bereit, die Realisation als auch die Ansprache von Förderern zu übernehmen. Im Mai 2017 gab die Regierung der HSG Stiftung grünes Licht für ihr Vorhaben, somit konnte sie die weiteren Schritte angehen. Nur knapp drei Monate später begann auch schon der Wettbewerb zwischen acht namhaften Architekten.

Die Wahl des Architekten wurde Ende Februar 2018 durch die sechzehnköpfige Jury bekannt gegeben. Knapp ein Jahr später ging die HSG Stiftung das Bewilligungsverfahren an, die Baueingabe HSG Learning Center erfolgte am 18. Januar 2019. Im Juli wurde dann wie oben erwähnt die Bewilligung erteilt und dem Spatenstich stand nichts mehr im Wege.


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