Vereint auf Distanz

Wie Vereine in der zweiten Herbstsemesterhälfte mit der Corona-Pandemie umgehen.

Leere Gemeinschaftsräume – das aktuelle Bild an der HSG (Bild: Matthias Rossini)

 Studierende der HSG konnten das diesjährige Herbstsemester im Gegensatz zu vielen anderen Studierenden weltweit auf dem Campus erleben. Der Präsenzunterricht fand teilweise statt und der persönliche Austausch zwischen den Kommilitoninnen und Kommilitonen wurde ermöglicht. In einer offiziellen e-Mail des Rektorats wurde noch vor dem Semesterbreak angekündigt, dass der Präsenzunterricht nach der Pause weitergeführt werde. Doch innerhalb kurzer Zeit änderte sich die Lage. Sogar noch vor Beginn der zweiten Semesterhälfte wurde die Umstellung auf den reinen Online-Unterricht verlautbart. Diese notwendigen Massnahmen ziehen jedoch schwerwiegende Folgen für das Vereinsleben mit sich, das einen bedeutsamen Bestandteil des sozialen Alltags der Studierenden ausmacht. 

Um seinen MitgliederInnen das Debattieren über weltpolitische Themen weiterhin zu ermöglichen, greift St.Gallen Model United Nations (SGMUN) auf ein Online-Format zu. Die hitzigen Debatten, die normalerweise auf wöchentlicher Basis im Hauptgebäude stattfinden, können nun hinter dem Bildschirm verfolgt werden. Einerseits dürfte der unterstützende Beifall, das gelegentliche Augenrollen oder die bissigen Zwischenrufe auf virtueller Ebene schwieriger zu erfassen sein und somit manchen fehlen, andererseits sind die meisten sicher dankbar, dass das Executive Board sich für das Stattfinden der Veranstaltungen eingesetzt hat – wenn auch nur online. 

Ganz anders geht der Cheerleading Verein mit den Umständen um. Vor dem Break trafen sich die 23 Mitgliederinnen des Cheerleading Teams der HSG jeden Donnerstag mit ihren beiden Trainerinnen in der Sporthalle. Nach dem Aufwärmen wurde gestuntet, d.h. Hebefiguren wurden trainiert. Nach dem Break musste allerdings aufgrund der strengeren Regeln neu geplant werden. Immerhin dürfen aktuell 15 Personen zusammen in die Halle. Dabei muss sich das Cheerleading Team jedoch trotzdem in zwei Gruppen teilen. Jede Cheerleaderin steht also nur alle zwei Wochen in der Halle. Und Stunten? Das ist derzeit nicht mehr möglich, da Kontaktsportarten nicht stattfinden können. Stattdessen stärken die Damen ihre Flexibilität, üben Bewegungen und Sprünge – selbstverständlich unter Einhaltung des Mindestabstands von 2,5m. 

Neben den einzelnen Vorgehensweisen der Vereine fungiert der ConnectClub als kostenlose Plattform zum Finden und Verwalten von Vereinen an der HSG und erweist sich hierdurch als äusserst nützliches Mittel, um sich von Zuhause aus mit Gleichgesinnten zu verbinden. Nachdem Studierende sich registriert haben, können unbekannte Vereine entdeckt werden, indem ein breiter Überblick zu dem gesamten Vereinsleben an der HSG erschaffen wird. 

Es ist also ersichtlich, dass Studierende sich die Mühe machen, das Beste aus dieser schwierigen Zeit zu machen. Alle Vereine setzen sich dafür ein, dass das gemeinsame Ausleben der geteilten Interessen ansatzweise stattfinden kann. Es liegt also in der Macht der Studierende ihren Beitrag zu leisten und ihre Vereine zu unterstützen, damit die belastende Zeit in Isolation überbrückt werden kann. 

 


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