KKS – Kann’s Karin Schaffen?

Der Dezember wird einmal mehr ein wegweisender Monat für die kommenden Jahre, zwei Bundesratssitze werden neu besetzt. Spitzenkandidatin für die Nachfolge von Noch-Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist Karin Keller-Sutter, Ständerätin des Kantons St. Gallen.

Nach ihrer Erklärung, offiziell für den Sitz zu kandidieren, herrschen kaum noch Zweifel daran, dass sie gewählt wird. Es wird im Moment nur noch darüber berichtet, ob sie nicht zu geeignet ist für das Amt. Eigentlich pure Ironie mit Anbetracht auf die momentane Besetzung von den höchsten Ämtern dieser Welt. Eine hohe Kompetenz sollte keinesfalls missfallen, denn Keller-Sutter verbindet diese mit einer hohen Anerkennung in allen politischen Lagern. Von links bis rechts wird ihre Kandidatur unterstützt, sie gilt als Hoffnungsträgerin der FDP.

Trotz verschiedener Interessensbindungen (wie beispielsweise die Baloise Holding oder der Anlagefonds Pensimo) hat Karin Keller-Sutter keinen ihrer beiden Bundeshausbadges an Interessensvertretungen oder ähnliches weitergegeben. Eine sehr selbstständige Politikerin, die ihre Positionen nicht direkt beeinflussen lässt, wie es scheint.

Allerdings spricht unter anderem eine Statistik gegen sie: Die Chancen einer Kandidatin oder eines Kandidaten sinken drastisch, die Wahl in den Bundesrat zu schaffen, wenn sie einen zweiten Anlauf brauchen. Und bei Keller-Sutter wird dies der zweite Versuch nach der missglückten Wahl 2010, in welcher Johann Schneider-Ammann die Nachfolge von Alt-Bundesrat Merz antrat.

Persönlich habe ich teilweise komplett andere Ansichten als die Kandidatin – aus meiner Sicht sollte sich der Bund mehr für gleiche Bildungschancen einsetzten, die Einbürgerung von Terzos (Menschen, die in dritter Generation in der Schweiz leben) vereinfacht werden und ich bin für die Offenlegung von Parteien- und Initiativfinanzierung (alle Angaben von ihrem Smartvote Profil aus 2015). Jedoch bin ich nicht in der Position, sie wählen zu können.


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