Living a not so plastic life

Unternehmen im Kampf gegen den Plastik – wie sich Lush für die Reduktion von Verpackungsmaterial einsetzt und welche Rolle «nackte» Duschgels dabei spielen.

Gerade in der Weihnachtszeit und der immer mehr diskutierten Plastikproblematik stellt sich die Frage, ob es das ganze Verpackungsmaterial wirklich braucht. Sei es für Geschenke oder Produkte im Laden, viele Verpackungen sind oft überflüssig. Sobald die Verpackungen nicht mehr gebraucht werden, werden diese weggeworfen und oftmals nicht richtig recycelt. Das führt dazu, dass sich das Plastik jahrelang (und hier handelt es sich nicht um Jahrzehnte sondern um Jahrtausende) auf Müllhalden oder sogar in den Ozeanen ablagert.

Was für einen Effekt diese Plastikablagerung im Meer hat, wurde in den letzten Jahren immer präsenter, Diskussionen lauter und Massnahmen getroffen. So wurden zum Beispiel die bisher kostenfreien Plastiksäckchen in der Schweiz mit einem Preis von 5 Rappen versehen, was einen grossen Erfolg nach sich zog – die Verwendung von Plastiktüten ging um 80% zurück. Die EU will den Plastikverbrauch ebenfalls mindern, zehn Wegwerfprodukte sollen verboten werden . Die Schweiz allerdings will sich nicht an dieser Regelung beteiligen und will kein Verbot einführen. Nichtsdestotrotz gibt es bereits einige Massnahmen, die freiwillig durchgeführt werden. So hat sich zum Beispiel die Gastronomiekette gegen Strohhalme stark gemacht und diese in ihren Restaurants und Clubs verboten.

Nackte Duschgels

Diesem Problem hat sich auch Lush angenommen, indem sie zum Beispiel daran arbeiten eine Alternative zu Plastik zu finden. Ausserdem verkaufen sie so oft wie möglich ihre Produkte «nackt», das heisst ohne Verpackungsmaterial. In Mailand und Berlin gibt es seit diesem Jahr sogar zwei Shops, die nur Produkte im Sortiment haben, die gar keine Verpackung benötigen. In den regulären Läden werden momentan circa 65% der Produkte unverpackt angeboten.

Doch wie kann man ein Duschgel oder eine Bodylotion ohne Verpackung verkaufen? Lush hat sich da etwas ganz Spezielles einfallen lassen. Statt den herkömmlichen flüssigen Shampoos, Bodylotions und Duschgels produzieren sie diese in fester Form. Eingepackt werden sie lediglich in ein Papier, somit kann man die problematischen Plastikverpackungen umgehen. Falls es bei Produkten gar nicht möglich ist, die Verpackung zu umgehen, dann setzt Lush auf 100% recyceltes Prolypropylen. Auch muntert das Unternehmen seine Kunden dazu auf, die gebrauchten Verpackungen zurückzubringen oder eine alternative Verpackungsart wie zum Beispiel ihre Knot Wraps zu verwenden. Diese sogenannten Knot Wrapsbestehen aus Stoff, der zu 100% aus recycelten Plastikflaschen besteht. Die speziellere Art der Knot Wrapsmit dem Namen Vintage ist ein Upcycling aus alten Schals und Tüchern.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

*