prisma Abroad – Luise an der Universität Maastricht

Luise studiert Law & Economics an der Universität St.Gallen. Für das fünfte Semester entschied sie sich, einen Austausch in den Niederlanden an der Universität Maastricht zu absolvieren. Vom Problembasierten Lernen und keinen Hügeln in der Stadt.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maastricht_University.jpg

Einen Austausch ins Ausland machen und dabei Law & Economics studieren – klingt zunächst etwas problematisch, ist aber machbar, so Luise. Die Universität Maastricht ist etwas anders aufgebaut als andere Universitäten: Sie ist nicht zentral, sondern fakultär organisiert. Dementsprechend musste sich die Bernerin schon bei der Bewerbung für den Austausch zwischen der Faculty of Arts and Social Sciences und der School of Business and Economics entscheiden. Sie entschied sich, in Ersterer Fächer ihres freien Wahlbereichs zu absolvieren.

Wenn du etwas mitnehmen könntest, was wäre das?

„Aus der Uni das PBL-Konzept und aus der Stadt, dass es keine Hügel hat!“

Nicht nur die Uni ist anders aufgebaut als die HSG, auch die Kurse haben eine andere Struktur. So gibt es weniger Vorlesungen, dafür aber viel mehr Tutorien mit Anwesenheitspflicht. Luise erzählt vom Konzept des PBL (Problem-Based Learning bzw. Problembasiertes Lernen). Studierende sind mehr gefordert, müssen sich auf Lektionen gut vorbereiten und immer dranbleiben – Rückstand ist kaum möglich. Es geht voranging darum, sich den Stoff selbst beizubringen. Ein Tutorium in Maastricht kommt dabei einem Tutorium in St. Gallen nicht sehr nahe: Eine Gruppe besteht aus nur etwa zehn Studierenden, wobei einer dieser zehn jeweils eine Übunsstunde „leitet“. Dabei steht der Gruppe ein Tutor oder eine Tutorin unterstützend beiseite, der bzw. die sich häufig selbst noch im PHD befindet. Das gestalte ein viel angenehmeres Umfeld mit „first-name basis“ und ohne Hemmungen.

Während das Studium eine klare Struktur vorgibt, ist das Studentenleben in der Stadt mehr auf „Abenteuer“ ausgerichtet. An den Wochenenden ist Luise viel mit anderen Austauschstudierenden in der „hübschen“ Stadt unterwegs. Doch wo die Stadt besondere Vibes bietet, fehlt der Uni ein für Luise sehr wichtiger Faktor – die BigBand. Als einstige Präsidentin des Vereins an der HSG vermisst sie neben der Schweizer Sprache diesen Teil der Heimat besonders. Sie ist bereit, Weihnachten wieder nach Hause zu gehen – wiederkommen würde sie aber jederzeit.

St.Gallen und Maastricht im Vergleich:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

*