Swimming at the HSG – Studierende schwimmen gegen den Strom

Von Assessment-Studierenden über Doktorierende bis hin zu Mitarbeitenden der HSG. Das neu geschaffene Schwimmteam, Swimming at the HSG, richtet sich an alle und verkörpert studentisches Engagement, Gesundheitsbewusstsein und nicht zuletzt, Teamgeist. Als neu gegründeter Sportverein ist das Format „Vereine“ somit die perfekte Plattform, um schwimmbegeisterten Studierenden, sowie auch allen anderen Interessierten aufzuzeigen, wie der Alltag bei „Swimming at the HSG“ aussieht und was uns dort erwartet.

Motiviert und engagiert: Studierende der Universität St. Gallen gründen das erste Hochschulschwimmteam. / Foto: Vincent Glauser

Der Wecker klingelt am Mittwochmorgen früh, für manche bereits um 5 Uhr. Es ist ein gewöhnlicher Mittwoch, für die Universitäts-Schwimmenden jedoch, ist es ein Highlight. Mindestens dreimal pro Woche nehmen sich motivierte Studierende der HSG, trotz Deadlines, dem üblichem Arbeitspensum und anderweitigen Verpflichtungen, die Zeit, noch vor Sonnenaufgang unzählige Meter zu schwimmen. Unter der Leitung des ehemaligen Profischwimmers Thomas Kozinski, versuchen sie an ihrer Ausdauer zu arbeiten und ihre Technik zu perfektionieren. Das Hallenbad Blumenwies ist ihr zweites Zuhause; die Mitschwimmenden sind ihre Familie. 

Neben den Schwimmeinheiten treffen sich die Schwimmbegeisterten auch für gemeinsames Kraft- und Konditionstraining. Dabei machen sie Gebrauch vom umfassenden Kursangebot des Unisports, sei dies im CrossFit, Yoga, Spinning oder klassisch im Kraftraum. Bei dieser ganzen Anstrengung stellt sich jedoch die berechtigte Frage: Wozu das Ganze? 

Die Studierenden sind wohl kaum von extrinsischer Motivation getrieben. Wenn es nicht gerade ein Olympiajahr ist, macht der Schwimmsport kaum Schlagzeilen. Die grössten Erfolge im Schwimmen bleiben leider weitgehend unbemerkt. Wieso würde man sich also neben dem Studium auch noch diesem Training unterziehen? 

Für die Studierenden ist Schwimmen nicht bloss eine Sportart, sondern eine Lebensphilosophie. Der Wecker am Mittwochmorgen klingelt und doch quälen sie sich aus dem Bett, weil sie wissen, dass sich die tägliche Anstrengung auszahlen wird. Und ausgezahlt hat sich das Training bereits an verschiedenen Wettkämpfen im In- und Ausland. So konnte Swimming at the HSGbereits an interuniversitären Wettkämpfen in Karlsruhe und Lausanne Podestplätze erreichen. 

Die Wettkämpfe, Trainingslager und geselligen Anlässe, die im Laufe des Semesters geplant werden, stärken den Mannschaftsgeist und ziehen immer mehr Schwimmbegeisterte an. Schwimmen ist nämlich keineswegs eine Einzelsportart. Beobachtet man Mitglieder von Swimming at the HSG bei Wettkämpfen oder im Trainingsalltag, so stellt man fest, dass jede Trainingseinheit und jedes Rennen nicht für das Individuum, sondern für das gesamte Team geschwommen wird. Dazu sei noch gesagt: Letztendlich schwimmt man nicht gegen die Person in der Nebenbahn, sondern hauptsächlich gegen sich selbst. 

Nachdem über das Semester hinweg tausende Meter zurückgelegt wurden, schwimmen die Studierenden an Wettkämpfen um wenige Sekunden, in der Hoffnung, dass sich jedes Morgentraining, jede Krafteinheit und jede Party, auf die sie verzichtet haben, auszahlen wird. Es geht ihnen dabei um viel mehr als nur die eigene Wettkampfleistung. Im Vordergrund stehen der Universitäts-, beziehungsweise Schwimmsport sowie die Freude, an einer gesunden, aktiven und zielorientierten Lebensweise. Denn es gilt: „Damit 100 ihren Körper bilden, müssen 50 Sport treiben. Und damit 50 Sport treiben, müssen sich 20 spezialisieren. Damit sich aber 20 spezialisieren, müssen 5 zu überragenden Gipfelleistungen fähig sein“. Mit der Gründung des Schwimmteams wagen die Studierenden der HSG einen großen Schritt in diese Richtung. 

 


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