prisma empfiehlt: Paper Towns

John Greens Roman erzählt von Roadtrips, Gedichten und Menschen aus Papier und ist perfekt für ein freies Stündchen.

Quentin und seine Nachbarin gehen zwar auf dieselbe High-School, führen jedoch ganz unterschiedliche Leben. Die sagenumwobene Margo, welche unter Anderem schon als Trapezkünstlerin mit einem Zirkus mitgereist, oder immer Mal wieder nach Mississippi zum Gitarrenunterricht weggerannt sein soll, und Q, welcher durchschnittlicher fast schon nicht sein könnte. Eines Nachts steht sie plötzlich mitten in seinem Zimmer. Margo, das Mädchen, dass er seit Jahren aus der Ferne bewundert, nimmt ihn mit auf einen unvergesslichen Rachefeldzug quer durch Orlando. Doch am Tag darauf ist sie verschwunden. Q bleibt nichts anderes übrig, als ihren Spuren zu folgen und zu versuchen das Mysterium, dass Margo Roth Spiegelman ist, zu lüften.

Eine gute Mischung

Neben einer fesselnden Handlung überzeugt John Green, übrigens auch der Autor von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, mit einem mitreißenden und oftmals humorvollen Schreibstil, sodass man sogar bei den alltäglichsten Szenen den Blick nicht von der Seite heben kann. Man fiebert mit, während die Charaktere versuchen, Margos Rätsel zu lösen, man fühlt mit, wenn sie Höhen und Tiefen durchlaufen.

Dabei fehlt es nicht an philosophischen Passagen, in denen es oft um die Themen wie Identität und den Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung geht. Vor Allem die Figur Margo, für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler häufig mehr eine Idee als ein Mensch aus Fleisch und Blut, regt zum Nachdenken an. Dies ist es, was den Roman auszeichnet. Man kann also damit rechnen, dass man sich eventuell weiter Gedanken darüber machen wird, auch nachdem das letzte Kapitel fertiggelesen und das Buch wieder zurück im Regal ist.

Fazit: Ob als Strandlektüre in den Ferien oder Ablenkung in der Lernphase, dieser Roman ist mit seiner interessanten Mischung aus Humor, Intrige, und dem ein oder anderen Denkanstoss ganz klar ein paar Stunden wert, und übrigens auch um Welten besser als der Film.

 


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