Das Coaching Programm an der Uni – meine Erfahrung im Assessment

Am 27. September endet die Anmeldefrist für das Coaching Programm der Universität St.Gallen. Das sollte jeden Assessment-Studierenden aufhorchen lassen, denn dieses Angebot der Universität ist wahrlich einzigartig und kann eine grosse Bereicherung sein – sowohl für die unmittelbare Gegenwart und die Bewältigung des Assessmentjahres, als auch für die Zukunft und richtungsfindende Fragen.

Wanderung in Vignogn

Das Coaching Programm ist ein Angebot der Universität, das die Förderung jener Kompetenzen in den Vordergrund stellt, die im Standard Curriculum des ersten Jahres an der HSG sonst eher wenig Platz finden. Genauer gesagt handelt es sich um Selbstreflexion, Selbstverantwortung, Sozialkompetenz und Führungsfähigkeit. Diese vier Begriffe sind nicht nur die Zauberworte der heutigen Businesswelt, die bei jedem Bewerbungsgespräch eine Rolle spielen, sondern auch wichtige Tools um seine eigenen Kernkompetenzen zu ergründen und diese in der Gesellschaft und im Umgang mit den Mitmenschen optimal einzusetzen. Gearbeitet wird während des Jahres auf verschiedenen Ebenen, in diversen Konstellationen und mit vielfältigen Herangehensweisen.  

So wird einerseits jedem der ungefähr 60 Teilnehmer ein persönlicher Coach zugeteilt, mit dem man persönliche Anliegen besprechen und/oder strategisch bearbeiten kann. Diese persönlichen Anliegen variieren stark unter den Coachees. Eine Teilnehmerin möchte beispielsweise ihre persönliche Zeit besser nutzen, ein anderer hat Schwierigkeiten vor einer grossen Gruppe Menschen zu sprechen und die nächste hat Kommunikationsschwierigkeiten in der WG. Hier hat man selber das Zepter in der Hand, denn man wird dazu angeregt, die Beziehung mit dem eigenen Coach zu gestalten und selber Themen in die Gespräche miteinzubringen.  

Auf einer weiteren Ebene wird in der Gruppe gearbeitet. Hierfür trifft man sich manchmal in der Grossgruppe, manchmal in kleineren Grüppchen für ein paar Pflichtseminaren und zig freiwillige Wahlseminare. Die Themen der Seminare spannen von Manieren bei geschäftlichen Auftritten hin zur Selbst- und Fremdwahrnehmung bis zur Optimierung mentaler Leistungen in Achtsamkeits- und Meditationsseminaren. Last but not least geschieht eine nicht unbedeutende persönliche Weiterentwicklung durch die Gruppe der Coachees von der man Bestandteil ist und in der das Potenzial für die Entstehung enger Freundschaften verborgen liegt. Dies ist eine Gruppe von gleichgesinnten Assessies, die an Selbstreflexion und persönlicher Entwicklung interessiert sind. Hier gibt es einerseits die Möglichkeit, sich Feedback und Unterstützung von den anderen zu holen und andrerseits stehen die Chancen hoch, dass man hier die wichtigsten Freundschaften des Studiums schliesst. 

Die Highlights in Retrospektive 

Um den schon stark eingespannten Assessment-Studierenden nicht in eine Zeitnot zu bringen, gibt es nicht allzu viele obligatorische Seminare. Diese wenigen sind dafür ein eindrückliches Erlebnis. So reisten wir, die Gruppe des vergangenen Jahres, nach Vignon in Graubünden, wo wir das erste Wochenende des Herbst-Breaks verbrachten. Mitten in den Bergen lernte man sich über zwei Tage kennen, schmiedete Pläne und nahm sich Vorsätze für das anstehende Jahr vor. Zudem gab es kleine Wanderungen und eine frühmorgendliche Expedition auf eine Bergspitze, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Dieses Wochenende war für die Entstehung erster Freundschaften, guter Gespräche und wichtiger Reflexionen über das anstehende Jahr verantwortlich. 

Ähnlich einschneidend war das Erlebnis des Gruppencoachings im Winter. In diesem Seminar erforschten wir in Gruppen à 15 Leuten die Dynamik einer Gruppe, wie sie ein jeder schon mal erlebt hat, ob bewusst oder unbewusst. Hier konnte man unmittelbar miterleben und auf einer sachlichen Ebene verstehen lernen was passiert, wenn eine Gruppe von Menschen zusammen arbeitet, lebt, oder anderweitig miteinander verstrickt ist. Das dort gelernte, konnten wir auch gleich in den Gruppenarbeiten des Assessment Jahres anwenden, da sich ein Verständnis dafür entwickelte, welche Rollen von verschiedenen Gruppenmitgliedern eingenommen werden und wie sich das auf die Gruppenarbeit auswirken kann. 

Bewerbung abschicken – jetzt! 

Wie nun vielleicht ansatzweise klar wird, hat das Coaching Programm Vieles zu bieten. Doch die spezifische Erfahrung lässt sich nicht in einem Artikel zusammenfassen: dieses Erlebnis muss man schon selbst machen. Wenn euch Fragen wie „wer bin ich?“, „wie nehmen andere mich wahr?“ und „was bereitet mir Freude im Leben und am Beruf?“ faszinieren, dann könnte das Coaching Programm genau das richtige für euch sein. Verpasst nicht die Chance, euch noch vor dem 27. September unter https://coaching-mentoring.unisg.ch zu bewerben.  

Hier gehts zur Anmeldung

https://coaching-mentoring.unisg.ch


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