Die Medienwelt erwartet dich

Neben dem Studium noch am Radio moderieren? Dies kann seit 20 Jahren gemeinsam mit einer allgemeineren Medienkompetenz bei toxic.fm erlernt werden. Ein weiterer Pluspunkt? Dank der Zusammenarbeit mit der HSG ist das Angebot für Studierende kostenlos. Bruno Flütsch hat diese Ausbildung absolviert und gibt uns einen Blick hinter die Kulissen.

Wie hast du vom toxic.fm Ausbildungsprogramm erfahren?

Im Assessmentjahr habe ich den Katalog mit allen Vereinen durchgeblättert und «stolperte» zufällig über das Radio toxic.fm. Neugierig schrieb ich der Radio toxic.fm Administration ein E-Mail, um mehr über die Ausbildung zu erfahren. Obwohl ich von der Ausbildung begeistert war, entschied ich mich aus Zeitgründen, dieses Abenteuer erst nach dem Assessment in Angriff zu nehmen.

Was hat dich schlussendlich dazu gebracht, diese Ausbildung auch tatsächlich in Angriff zu nehmen?

Aufgewachsen ohne Smartphone und Wifi, war ich schon früh fasziniert vom Radio. Schliesslich war es meine einzige Möglichkeit zu erfahren, ob mein Lieblingsverein HC Davos das Hockeyspiel gewonnen hatte! Deshalb war es wahrscheinlich eine Mischung aus nostalgischen Erinnerungen und die Neugier, in die Medienwelt einzutauchen, die mich dazu veranlasst haben, die Ausbildung zu absolvieren.

Was lernt man im Verlauf dieser Ausbildung?

Eine ausgewogene Mischung aus theoretischen Grundlagen und praktischen Fähigkeiten. In theoretischer Hinsicht bekommt man durch professionelle Medienjournalisten (z.B. SRF- und CH Media Moderatoren) eine Einführung in die Rolle der Medienschaffenden. Zudem erhalten die Auszubildenden durch die vielen Übungs- und Livesendungen und das anschliessende konstruktive Feedback viele wertvolle Praxiserfahrungen.

Was bietet dir die Ausbildung und was erhoffst du dir davon?

Die Fähigkeit eine packende Geschichte zu kreieren – also das sogenannte Storytelling – eignet man sich nicht durch Wissen an. Deshalb wusste ich, dass ich praktische Erfahrungen sammeln muss, um später in der Arbeitswelt im Marketing und auch HR-Bereich (z.B. Employer Branding) überzeugenden Inhalt zu erstellen. Nebst diesem karrierebezogenen Grund konnte ich in dieser Ausbildung viele neue tolle Freundschaften schliessen.

Kannst du einen Einblick in einen typischen Tag bei toxic.fm geben?

Wenn ich um 12 Uhr auf Livesendung gehe, bin ich bereits um 8 Uhr im Büro und fange an vorzubereiten. Zwischen 8 und 9 Uhr stossen dann auch meine Moderationskolleginnen- und Kollegen dazu und um 9 Uhr beginnt dann die Themensitzung. Dort muss jede Person mind. ein Themenvorschlag für einen Radiobeitrag «pitchen» und dann wird im Team abgestimmt, welche Themenvorschläge es ins Tagesprogramm schaffen. Um 09:40 Uhr sind dann alle Aufgaben verteilt und unter Zeitdruck werden über den ganzen Tag alle Moderationsbeiträge erstellt. Währenddessen stelle ich die zweistündige Livesendung für den Mittag fertig. Um 12 heisst’s dann «Saluti zemma, da isch dr Bruno Flütsch und ii wünscha Guata!». Für die nächsten zwei Stunden bin ich in einer anderen Welt – einer, die bestimmt ist von lauten Gitarrenriffs und gefühlvollen Balladen. Während ich Live auf Sendung bin, schiesst das Adrenalin regelrecht durch meinen Körper. Was für eine Zeit! Nach der Livesendung gibt’s zuerst eine Mittagspause, bevor ich mit der Moderationsleitung meine Sendung bespreche und am Nachmittag mithelfe, die Abendsendung fertig zu gestalten.

Lässt sich die Ausbildung gut mit dem Studium an der HSG vereinbaren?

Über die 13 Monate sammelt man 600 Stunden, wobei sich diese bei einer Teilzeitausbildung auf ein 40% Pensum verteilen. Jeden Monat können die Einsätze sehr flexibel ausgestaltet werden, was gerade in der Lernphase sehr praktisch ist. Im Juli und Januar konnte ich es beispielsweise einrichten, keinen Einsatz zu machen, weil ich vorher genügend Stunden gearbeitet hatte. Für mich war diese Ausbildung daher sehr gut mit dem Studium vereinbar.

Was für einer Person würdest du die Ausbildung empfehlen?

Wenn die Person an der Medienwelt interessiert ist. Diese Ausbildung stellt eine unglaubliche Möglichkeit dar, eine professionelle Ausbildung zu absolvieren, dafür beim Studium vier Credits zu erhalten, und das, ohne einen Franken in die Hand zu nehmen! Mein Ziel war es, sowohl meine Storytelling-Fähigkeiten zu verbessern als auch möglichst viel über den Journalismus zu lernen. Deshalb ist mein Vorschlag, zum einen Ziele betreffend praktischen Skills zu setzen und zum anderen solche bezüglich dem allgemeinen Verständnis für die Medienwelt. Meiner Meinung nach ist es weniger eine Frage der Persönlichkeit, sondern eine der Einstellung. Jede Persönlichkeit, die motiviert ist, das Beste aus dieser Ausbildung zu holen, sollte diese Ausbildung ins Auge fassen.

Gibt es noch irgendetwas, was du allfälligen neuen Teilnehmenden auf den Weg geben möchtest?

Du willst aus dem manchmal öden Unialltag ausbrechen und in die aufregende Medienwelt eintauchen? Auf wartest du noch?! Melde dich an!

Die Lehrgänge starten jeweils im Februar und August. Weitere Informationen sind unter www.rss-medienschule.ch erhältlich.


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