Alles kommt irgendwann zurück

Karma is a bitch. Manchmal kommt es einem vor, als hätte das Schicksal nur Böses mit einem vor. Doch der Begriff Karma darf keinesfalls nur mit negativen Gegebenheiten assoziiert werden.

Karma baut auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung auf und ist ursprünglich ein spirituelles Konzept der indischen Religionen. Wir könnten euch jetzt ausführlich mit den Lehren des Buddhismus, Hinduismus und Jainismus langweilen. Kurz gesagt basiert Karma aber auf einer grundsätzlichen Regel: Man bekommt alles, was man tut, irgendwann zurück. Gemeint ist damit, dass man für alles, was einem widerfährt, durch frühere böse oder gute Taten selbst verantwortlich ist.

Karma ist nichts Neues

Wenn jemandem etwas Schlechtes passiert, ist das daher nicht einfach nur Pech, sondern liegt daran, dass er sich vorher schlecht verhalten hat. Auf Youtube gibt es zahlreiche «Instant Karma» Videos, die genau solche Beispiele zeigen. Auf der anderen Seite ist es nicht einfach nur Glück, wenn einem besonders viel Gutes passiert. Positives Karma muss man sich verdienen – durch gute Taten und Absichten. Unsere Eltern und Grosseltern hätten das wohl damals einfach mit dem Sprichwort «Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus» beschrieben.

Übung macht den Karma-Meister

Bestimmt ist dir schon mal etwas Schlechtes widerfahren und du dachtest dir: «Wieso trifft es immer mich?» Meistens suchen wir den Fehler dann nicht bei uns selbst, sondern bei anderen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn dank der ausgleichenden Wirkung von Karma kannst du dich dennoch in gutes Licht stellen. Versuche einfach eine gute Tat zu vollbringen und du wirst dich danach automatisch besser fühlen. Beginne mit kleinen Aufmerksamkeiten wie zum Beispiel Mitmenschen bei Problemen ein offenes Ohr schenken und ihnen in Notsituationen deine Hilfe anbieten, ganz getreu dem Motto «Übung macht den Karma-Meister». Und wer weiss, vielleicht kippt das Glück auf deine Seite und du wirst in Zukunft selbst weniger mit Problemen zu kämpfen haben.

Erwarte dir aber auch nicht zu viel von Karma. Nur weil du jemandem einen kleinen Gefallen gemacht hast, heisst das noch lange nicht, dass dir die Welt ewig dankbar sein wird. Allgemein solltest du Karma nicht erwarten oder dir erhoffen. Werde lieber einmal positiv vom Schicksal überrascht als enttäuscht zu werden, falls einmal etwas nicht ganz fair abläuft.

Aber nun genug der Theorie: Nachfolgend findest du Beispiele für Situationen, die sich nur durch Karma erklären lassen können und Studierenden wie dir passiert sind. Vielleicht bewegen sie dich, selbst zu einem besseren Menschen zu werden.

«Mein schadenfreudiger Kumpel lachte mich aus, da meine IP-Gruppe nicht so gut ist wie seine. Leider löste sich am 5. März 2019 um 23:59 Uhr ganz plötzlich seine Gruppe auf.»

«Eigentlich hatte ich vor, an den Prüfungen zu spicken. Weil ich mit der Lüge und dem schlechten Gewissen aber einfach nicht leben konnte, habe ich die Nacht durchgemacht und gelernt. Ich war vielleicht am nächsten Tag übermüdet, habe aber ohne Bescheissen die Prüfung bestanden.»

«An die Person, welche meinen weinroten Regenschirm im Hauptgebäude entwendet hat: Hoffentlich bist du wegen dem Loch im Schirm nass geworden.»

«Mein Freund und ich rennen auf den 9er Bus.
Er schafft es.
Ich nicht.
Er lacht.
Ich nicht.
Er sitzt im 10er.
Ich nicht.»

«Jedes Mal wenn ich eine Politesse im 5er Bus auf dem Weg zur Uni sehe, warne ich meine autofahrenden Kommilitonen auf Jodel. Auch wenn ich selbst kein Autofahrer bin, sammle ich so vielleicht wertvolle Karmapunkte.»

«Ich: Gestern haben wir im Reko über Karma gesprochen und die Dozentin meinte, ich solle negative Einflüsse auf mich möglichst aus meinem Leben entfernen.
Er: Ja das finde ich voll die gute Idee!
Ich: Ich beende hiermit unsere Freundschaft.
Er: Was?
Ich: Was?»

Ihr glaubt diese Geschichten wurden frei erfunden? Dann müssen wir euch enttäuschen. Ähnliche Geschichten ereignen sich Tag für Tag auf dem HSG Campus.


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