Gerücht – Die prismanische Rektoratstreue wird ge-Tagblatt-et

Im Rahmen der Feier zum 60-jährigen Jubiläum der vorliegenden Gazette kam die prisma-Führungsetage nach ein, swei, reih Lühwein zur Einsicht: Redaktionell betrachtet darf und kann es einfach nicht mehr im bisherigen Stil weitergehen. Keinen Artikel länger will man ein unkritisches, system- und rektoratstreues Studentenblatt – wie das prisma vom «Tagblatt» zuletzt ma- ximal zutreffend betitelt wurde – verkörpern.

Zur Lösung dieses Issues wurde im Rahmen des (bekanntermassen nicht unermüdlichen) studentischen Engage- ments bereits die Anwendung zahlreicher homöopathischer Mittel bemüht. Diese sollten der Rückkehr zu objektiver und kritischer Denkweise, also zum Ablegen der qualitätsschändenden rosaroten Brille, dienen. Doch solche wässrigen Mittelchen reichen längst nicht mehr aus, um der durchwegs hundsmiserablen journalistischen Arbeitsweise des prisma effektiv zu begegnen. Vielmehr braucht es jetzt eine einschneidende Massnahme, die den gestandenen prisma-Leser – haltet euch fest – durchaus vom Stuhl zu kippen vermag: Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid wird per Anfang Frühlingssemester 2020 neben unserem wunderbaren Lukas Zumbrunn in der prisma-Chefredaktion Ein- sitz nehmen.

Durch diesen personellen Gewinn, den sich die prisma-Schreiberlinge selbst in den kühnsten Träumen nicht vorstellen konnten, werden äusserst berechtigte Erwartungen gehegt, endlich wieder zu einem Medium von hoher journalistischer Güte zu mutieren. Die Schmid’schen Stützräder, die nur so vor Fachkompetenz strotzen, werden das HSG-Studentenmagazin zweifellos in die Champions League des Qualitätsjournalismus heben. Die Arbeit unseres werten Herrn Rektors nicht länger blindäugig und wohlwollend zu würdigen, ist zentraler Bestandteil dieser prismanischen Revolution. Ab sofort wird das Repertoire auf schonungslos ketzerische Kritikmanifeste beschränkt. Dabei hat das prisma-Team selbstredend auch «rektorale» Handschlagverweigerungen an den Graduation Days nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern vielmehr anzustreben. Lang lebe das ge-Tagblatt-ete prisma!


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