Günstig in der Schweiz unterwegs

Das Auto ist zu teuer, das GA nutzt man zu wenig, Laufen geht zu lange. Viele Studierende fragen sich, wie man am günstigsten seine wöchentlichen Reisen nach St. Gallen gestaltet.

Einblick in die App, welche Einsparungen verspricht. (zvg)

Die Antwort heisst: FAIRTIQ. FAIRTIQ ist ein Schweizer Startup, welches sich auf die Fahne geschrieben hat, den SBB-Kunden immer den günstigsten Ticketpreis anzubieten. Die Funktionsweise von FAIRTIQ ist schnell erklärt. Der Fahrgast checkt sich vor Reisebeginn per Wischbewegung in der FAIRTIQ App ein und kann das gesamte GA-Netz der SBB nutzen. Per GPS wird nun die Reiseroute des Kunden getrackt. Nach abgeschlossener Reise wird wiederum übers Display gewischt und dem Kunden wird eine Rechnung gestellt, welche mit der hinterlegten Kreditkarte oder Twint automatisch bezahlt wird. Der Clou an der Sache ist, dass beispielsweise bei mehrmaliger Nutzung derselben Strecke am selben Tag automatisch ein Tagesticket gelöst wird, wenn dieses günstiger ist als mehrere Streckentickets. Für viele Studierende, welche nicht jedes Wochenende in die Berge fahren, kann FAIRTIQ eine echte Alternative zum GA darstellen.

Finanzen

Ich rechne einmal vor: Das GA kostet für Studenten CHF 2650. Ein Halbtax mit Gleis 7 (neu: seven25 Abo) kostet CHF 500. Eine Busfahrt innerhalb von St. Gallen kostet mit Halbtax CHF 2.20, eine Strecke von St. Gallen nach Zürich CHF 15.50. Bei einem Halbtax mit Gleis 7 und 200 jährlichen Busfahrten in St. Gallen kann man also immer noch 110-mal nach Zürich fahren und spart trotzdem Geld.

Convenience

Ein weiterer Faktor ist die Convenience. Stellt dir vor, du bist mit deinem Vorgesetzten in Zürich unterwegs zu einem Client-Meeting. Will man da wirklich an den Ticketautomaten, die verschiedenen Tramlinien auswendig lernen und dann noch das richtige Ticket lösen? Und das alles noch unter Zeitdruck? Vergesst nicht: Zeit ist Geld. Mit FAIRTIQ wischst du einmal übers Handy und die Sache ist erledigt.

Der Haken an der Sache

Für alle leidenschaftlichen Sparfüchse ist ein Nachteil an FAIRTIQ die fehlende Integration von SBB Spartickets. Auch läuft man als ehemaliger GA-Kunde Gefahr, zu vergessen, sich vor Abreise in der App einzuchecken. Man sollte sich jedoch schnell daran gewöhnen. FAIRTIQ stand aufgrund der ständigen Nutzung der Standortdaten bereits in der Kritik. Als Vertreter der jungen Generation sehe ich persönlich jedoch die Verantwortung im Umgang mit seinen Daten bei den Nutzern. Wie sonst soll die App funktionieren, wenn nicht via Tracking?

Fazit

FAIRTIQ ist eine echte Alternative zum GA und für alle, die nicht an akuter Wanderlust leiden auch um einiges günstiger. Es lohnt sich deshalb, seine Ausgaben für ÖV einmal gegenzurechnen, um mögliches Kleingeld im Portemonnaie behalten zu können.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

*