«Guets mörgeli mitenand!»

Im digitalen Zeitalter bewegt sich nun auch das Fernsehen ins Internet. Eine neue Youtube-Sendung des Schweizer Fernsehens bringt News und Witz direkt aufs Smartphone.

In uns allen schlummert ein Morgenmuffel – überwiegend montags. Wir reiben uns die Augen und bereiten eine Tasse heisses arabisches Wundergebräu zu. Um den Weg aus dem Schlaf in einen Tagesrhythmus zu finden, lesen unsere Eltern die Tageszeitung, wir stöbern durch unsere sozialen Medien; sie beglücken sich mit Frühstücksfernsehen und wir… ja was denn?
Dank der Zusammenarbeit von SRF und erfolgreichen Influencern gibt es für unsere Generation dazu ein modernes Äquivalent: Die neue Youtube-Morgenshow «Zwei am Morge». Unter der Leitung des «Sprüchli-Meisters» Robin Pickis, bekannt als «Schwiizchiste», reisst uns das Comedy-Duo «Unigag» dreimal die Woche aus dem schläfrigen Zustand.
Die Sendung befasst sich mit Themen wie Bitcoins, Lernphase oder den Olympischen Spielen, berichtet aber auch über den Liebe-dein-Haustier-Tag. Somit können in einer der fünf- bis zehnminütigen Folgen nebst charismatischen Pointen und gegenseitiger Neckerei auch wichtige Informationen und Ratschläge, verpackt in passende Sketches und «Memes» übermittelt werden. Die ausgewogene Mischung von Informationsfluss und Comedy macht das Fern- bzw. Youtube-Sehen nicht nur erträglich, sondern auch zum Vergnügen.
Julian und Ramin, zwei ehemalige BWL-Studenten, sprechen eine junge Zielgruppe an: Da dürfen Interviews mit nationalen Berühmtheiten nicht fehlen. So kann es sein, dass ein Bier mit Alain Berset getrunken oder das Erfolgsgeheimnis von Lo und Leduc gelüftet wird. Die Spontanität und Abenteuerlust der beiden Winterthurer offenbart sich auch in externen Berichten: zu zweit eine «Gugge» an der Luzerner Fasnacht gründen und dann auch noch erfolgreich sein – das kann nicht jeder.
Es stellt sich nun die Frage: Ist Youtube das Fernsehen von Morgen? «Nein. Youtube sollte als Sprungbrett für eine Fernsehkarriere angesehen werden», meint Stefan Büsser. Auch ihm haben seine Tätigkeiten auf der Plattform zum Erfolg verholfen. Er wünsche den beiden Jungs nicht nur einen Slot im Samstagsprogramm von SRF, sondern auch weiterhin viel Entwicklung mit «2am». Ausserdem freue er sich, wenn er auch mal als Gast in der Show vorkommen dürfe.
«Zwei am morge» gibt es seit Januar 2018, die Community ist fortlaufend am wachsen. Für jene von euch, die morgens nicht gerne angesprochen werden und jeglichen sozialen Kontakt bis zu einem gewissen Mass an Kaffee und frischer Luft meiden wollen, ist dies euer neuer Wachmacher. Kopfhörer rein, Youtube an – «Guets mörgeli mittenand!».


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