«Open Grid» – das neue HSG Learning Center

Schon seit einiger Zeit steht fest, dass der HSG-Campus um ein neues Learning Center erweitert werden soll. Nun erhält das Projekt mit dem Namen «Open Grid» immer konkretere Gestalt.

Vergangenen Februar durfte die Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Studierendenschaft mit Interesse zur Kenntnis nehmen, dass auf dem ungenutzten Grundstück zwischen Bib-Gebäude und Guisanstrasse ab 2019 ein neues «Learning-Center» für 60 Millionen Franken entstehen soll — ausschliesslich finanziert durch Spendengelder. Wer dabei eine plumpe Erweiterung der Bibliothek in neumodischem Kleid erwartet, irrt sich gewaltig.

So hat die HSG-Stiftung jüngst den Schleier gelüftet und über die Details des Projekts «Open Grid» informiert. In einer gleichnamigen Publikation, welche an alle Alumnae und Alumni gerichtet ist, wird sowohl die ideelle Konzeption des Projekts als auch deren konkrete Ausgestaltung erklärt.

Auf 7161 Quadratmetern soll über insgesamt vier Stockwerke verteilt ein «lichtdurchflutetes Gebäude mit flexiblen Raumgestaltungsmöglichkeiten» geschaffen werden. Der Betonbau wird dazu aus kubischen Matrizen mit grosszügigen Fensterfronten bestehen, wobei im Inneren 3.5 Meter hohe Räume mit modularen Wandsystemen und mobilen Trennwänden geplant sind, die je nach Bedarf angepasst werden können. 

Star-Architekt Sou Fujimoto, dessen Büro den Architekturwettbewerb für sich entschied, erklärt dabei die zwei Leitmotive des Projekts: Einerseits habe man sich am Grundriss eines Rasters orientiert, welches in der Schweizer Architektur traditionell verankert sei. Andererseits stehe eine organische Gestaltung im Vordergrund, welche der Flexibilität jüngerer Generationen gerecht werde. Herzstück des Neubaus bildet dabei das zentrale Atrium, welches sich über drei Stockwerke erstrecken und im Sinne eines klassischen Forums den «Marktplatz der Ideen» repräsentieren soll.  Sämtliche Räume werden Zugang zur begrünten Aussenterrasse haben, welche in drei Ebenen gegliedert ist und sowohl mit Rückzugsorten als auch Begegnungsmöglichkeiten für den Austausch zwischen den Studierenden aufwartet.

Nebst Bereichen für stilles Lernen sollen dynamische Räumlichkeiten für Gruppenarbeiten und im Erdgeschoss gar ein Workshop- und Atelierbereich samt «Creative Lab» zur Verfügung stehen. Das Gebäude steht gemäss Prof. Dr. Marc Angélil, dem Präsidenten des Preisgerichts, in einem Verhältnis «kreativer Spannung» zur brutalistischen Architektur des historischen Campus und habe durch seinen auch im internationalen Vergleich sehr innovativen Charakter bestochen.

Rektor Thomas Bieger sieht  in «Open Grid» gar eine Vision für die Lehre der Zukunft: Die Studierenden sollen in den Mittelpunkt rücken und dazu angeleitet werden, sich selbst Wissen anzueignen, kritisch darüber zu reflektieren und es schliesslich zielorientiert anzuwenden. Nur so könnten die notwendigen Kompetenzen entwickelt werden, um die Probleme der Zukunft gemeinsam zu lösen.

Die SHSG ist als Mitglied des Projektteams stark in Planung und Entwicklung des Learning Centers eingebunden. Wir sind froh um Anregungen und Ideen von Studierenden, seien dies Einzelpersonen, Arbeiten im Rahmen eines Kurses oder ähnliches. Ideen oder Vorschläge können an den Präsidenten der SHSG, Yannik Breitenstein, gesendet werden.


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