Author Archives: Gastaccount

  • Ein Onlinekult um Massenmörder

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    Wer sich auch nur ein bisschen mit dem Internet auskennt, weiss, das es an diesem Ort nichts gibt, was es nicht gibt. Alles, was möglich ist, existiert und auch Dinge, die man vorher nie für möglich gehalten hätte, findet man im Netz. Über eine solche Sache bin ich kürzlich gestolpert, als ich ein Youtubevideo über einen Amoklauf gesehen habe. Unter dem Video fand ich mehrere Kommentare von Frauen und Mädchen, die für den Killer schwärmten. Trotz der Vermutung, es handle sich nur um Trolle, bin ich der Sache nachgegangen und musste schnell feststellen, dass diese Leute alles andere als das waren. Es gibt eine ganze Community von Leuten, die Groupies von Killern sind und auf Tumblr sind sie am stärksten vertreten. Sie sehen sich selbst als Teil der True Crime Community – Menschen, die sich für die Verbrechen und die Psychologie von Schwerverbrechern interessieren – nur das ihr Interesse an den Killern auch romantischer und sexueller Natur ist. Im Grunde genommen benehmen sie sich wie die Fans eines Stars. Sie teilen Fotos von Amokläufern mit «süssen» Snapchatfiltern, schreiben Fanfictions und wollen jedes Detail über ihren Lieblingsmörder erfahren. Sie geben ihren Fanclubs sogar Namen, beispielsweise nennen sich die Fans der Columbine Amokläufer «Columbiners» oder die Anhänger von Nikolas Cruz, der Anfang diesen Jahres 17 Schüler erschoss, sind die «Cruzers».  Wenn man einem dieser Groupies erklären will, dass es doch ein bisschen sehr geschmacklos ist, einen solchen Menschen zu romantisieren, stösst man auf taube Ohren und kriegt bestenfalls erklärt, dass der Täter eigentlich das wahre Opfer sei, weil er es doch im Leben nicht leicht hatte und alle gemein zu ihm waren. Neu ist dieses Phänomen allerdings nicht. Schon frühere Killer wurden im Gefängnis mit Liebesbriefen überhäuft. Das Internet und speziell Tumblr, haben diese Menschen nur sichtbarer gemacht.  Auch Tumblr hat mittlerweile gemerkt, dass das romantisieren von Mördern nicht okay ist und hat seine Richtlinien erweitert, so dass solche Posts gelöscht werden müssten. Jedoch sind die meisten Angestellten bei Tumblr inkompetent und Cruzers und Columbiners machen weitgehend ungestört weiter wie zuvor.

  • Flags: As Swiss as Fondue and Federalism

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    Outside of the vexillological and heraldry enthusiast circles in the English-speaking, Switzerland is more known for its cheese, fondue – the famous dish made of cheese, and its federal political rule. As a flag enthusiast, I find it quite an injustice. Spanning centuries of con-sociational nationhood, the Swiss possess a very rich and highly colourful tradition of flags and coats of arms. Steeped in tradition of decentralized political rule, with vast powers vested in cantonal governments, each and every canton proudly displays its banners of arms alongside the Swiss national colours, one of only two square flags in use by sovereign entities (the other square flag being that of Vatican).

    Hailing from Australia, with roots in New Zealand and Myanmar (Burma) – all three having had British influence, it surprised me to find the use of national flags by private citizens of Switzerland is more comparable to the vexillological outliers of the anglophone world, namely Australia and United States. In general, these are two countries where national flags serve equally to decorate front lawns and living rooms of private, and to signify the authority of the respective states in front of the government administration buildings. By and large, in the rest of the British-influenced world disregarding the sporting events national flags are more commonly seen fluttering unceremoniously and somewhat obscurely in front of sterile government buildings than in front of someone’s house or in the dorm room of a student. In other words, unlike in Switzerland, Australia or America, flags more often denote more of a bureaucratic presence and political authority of the state than conveying a sense of shared identity, belonging and pride in one’s nation – all of which are more or less evident to visitors, in uniquely Swiss ways, as one walks through streets of cities and towns above which the national and cantonal flags flutter from buildings, apartments and houses of the state and of private citizens alike.

  • 10 Dinge, die ein St. Galler niemals sagen würde

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    Die Geschichte St. Gallens ist bereits über 1400 Jahre alt und beginnt mit Gallus: Es wird gemunkelt, dass sich der Mönch Gallus eines schönen Tages auf seinem Wege zum Alpstein an einem Feuer ausruhte, als sich plötzlich ein Bär zu ihm gesellen wollte. Gallus hingegen befahl dem Bären, ein Stück Holz ins Feuer zu werfen und danach für immer zu verschwinden. Doch ganz entgegen dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinne“ wurde der Bär ein paar Jahrhunderte später zum Wappen der Stadt, welche auch heute noch den Namen des Mönches trägt: St. Gallen.

    Es stellt sich die Frage, über was sich unsere beiden „Urväter” heute, bei einem prächtigem Klosterbräu von der Brauerei Schützengarten, unterhalten würden. Eines ist jedoch sicher: Sicherlich würden sie folgende 10 Dinge nicht sagen:

    “S’Wetter in St. Galle isch eifoch immer wunderschön und Nebel het’s fast nie”.

    Hier braucht es eigentlich keine Erklärung. Wer bereits ein Herbstsemester in St. Gallen verbracht hat, weiss, dass wir hier normalerweise nicht gerade mit schönem Wetter gesegnet sind. Meistens haben wir jedoch Glück und so entkommen wir dem „Tal-Nebel“, wenn wir Vorlesungen auf dem Rosenberg besuchen.

    “Ich gang nume weg de super Acts as Openair”.

    Die Tatsache, dass viele Leute nicht einmal wegen der Musik an das Openair St. Gallen (kurz OASG) gehen, mag etwas speziell erscheinen. Man investiert knapp 250 CHF für einen Vier-Tagespass, um alle seine Kolleginnen und Kollegen zu sehen, welche man eigentlich auch einfach einmal unter dem Jahr treffen könnte. Zudem ist man dann auch noch im Stress mit Lernen, da das Festival jeweils mitten in der Prüfungsphase stattfindet.

    “En richtige St. Galler trinkt Quöllfrisch“.

    Falsch. Natürlich trinken wir hier Schützengarten. Die Brauerei wurde 1779 gegründet und ist damit die älteste in der Schweiz. Neben dem edlen Edelspez werden noch Biere wie beispielsweise Gallus, Weisser Engel oder Klosterbräu im Sortiment geführt. Letzteres wurde 2017 sogar mit dem World Beer Award als bestes Amberbier ausgezeichnet!

    “OLMA und OFFA – was isch das?”.

    Zweimal im Jahr versammelt sich die gefühlte halbe Ostschweiz in den OLMA-Hallen und verbringt ihre Zeit beim gemütlichen Beisammensein, ein paar Bieren in den Degustationshallen 4 und 5 sowie  dem obligaten „Säulirennen“. Danach geht’s natürlich noch weiter in die „Moststube“ oder ins „FM1-Zelt“ (siehe Punkt 10). Für die besten 16 Tage (OLMA und OFFA zusammen) geben viele Leute sogar Ferien ein und lassen schnell das Geld für einen zweiwöchigen Malediven-All-Inclusive-Urlaub liegen.

    “A de Universität St. Galle studiered nume sympathischi und gueti Lüt”.

    Leider eilt uns ein gewisser Ruf in der Stadt und dem Kanton voraus. Nicht alle Leute sind von unserer Alma Mater begeistert. Dies lässt sich vor allem in der Kommentarspalte der 20 Minuten erkennen – der Trend zum HSG-Bashing scheint leider noch lange nicht vorbei zu sein. Dabei sind wir jedoch auf die Stimmen der St. Galler Wählerinnen und Wähler für den Baukredit des neuen Platztor-Campus’ angewiesen.

    “Echt cool, dass d’AFG-Arena jetzt Kybunpark heisst”.

    Seit dem Jahre 2016 heisst das Fussballstadion des FC St. Gallens nun Kybunpark. Am Anfang noch schwer zu merken, haben sich die Leute nun langsam an den neuen Namen gewöhnt. Trotzdem: Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und bis sich solche Änderungen durchgesetzt haben, braucht es anscheinend viel Zeit.

    “Mir werded immer vu üsne Kollege vo anderne Kantön für üse schön Dialekt bewunderet“.

    Jede St. Gallerin, jeder St. Galler kennt es. Obwohl die HSG im Kanton St. Gallen steht und sich die Studierenden bei der Immatrikulation dem Dialekt der Ostschweizer bewusst sein sollten, sind sie anfangs doch sehr überrascht. So kommt es dann auch, dass in der Startwoche manchmal schöne Parolen gesungen werden: „Hopp St. Galle, Inne mit em Ballä“.

    “FM1, eifoch gueti Musik”.

    Hier sind wir uns nicht alle einig. Die einen lieben unseren Musikkanal, die anderen mögen ihn eher weniger und weichen ihm lieber aus. Eines muss hier jedoch zwingend festgehalten werden: Mit täglich knapp 250’000 Hörerinnen und Hörern ist FM1 die klare Nummer 1 der Privatsender der Ostschweiz.

    “Die binäri Uhr am Bahnhof isch sehr eifoch zum lese! Die CHF 300’000.- defür sind e richtigs  Schnäppli! Und dass mo d’Busazeigetafle drumm für CHF 20’000.- het möse umplaziere, isch ja ned so schlimm.“

    Unser neuestes Kunstwerk wurde bereits medial ausgeschlachtet und es wird deshalb auf die Diskussion der Aufgaben der Steuergelder verzichtet. Trotzdem sollte man festhalten: Für so viel Geld hätte man allen Studierenden 4 Gutscheine für Bratwurst und Bier an der OLMA schenken können!

    “Zunere guete Brotwurscht ghört definitiv Senf”.

    Definitiv nicht! Natürlich isst man die Bratwurst hier immer ohne Senf. Immer. Dies ist schon seit über 600 Jahren so und soll sich auch nicht ändern. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, von welcher Bratwurst (Bratwurst, OLMA Bratwurst oder Kinderfest Bratwurst, welche sich lediglich in der Grösse unterscheiden) man spricht. Senf ist ein „No Go“.

    Spass bei Seite: St. Gallen ist viel mehr, als nur ein bisschen Bratwurst (ohne Senf), Schützengarten oder die Olma. Unser St. Gallen ist viel mehr als die Klischees. Wusstest du beispielsweise, dass in jedem iPhone ein Stück Rheintal steckt? So produziert SFS (Intec) die Schrauben, welche das iPhone zusammenhalten. Die kleinsten Schrauben haben einen Durchmesser von knapp 0.5 Millimeter. Nicht zuletzt „gehört“ uns auch ein Stück des Säntis: Ein sehr beliebtes und nicht gerade rege genutztes Instagram-Motiv! Und wer weiss – vielleicht haben wir mit Karin Keller-Sutter demnächst auch eine Bundesrätin aus dem Kanton St. Gallen.

    Und sowieso: Richtige St. Gallerinnen und St. Galler sind im St. Galler Verein!

  • Management in Europe: Einblicke in das finanzielle und unternehmerische System der Schweiz und der EU

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    Bereits zum siebten Mal bietet der Bachelor-Kurs „Management in Europe“ Studierenden eine einzigartige Gelegenheit, ihr Wissen in Entrepreneurship, Dienstleistungsmanagement und Banking in Vorlesungen und Exkursionen zu vertiefen.

    Neben dem inhaltlichen Ziel der Veranstaltung, den Studierenden das finanzielle und unternehmerische System der Schweiz näherzubringen, zeigt sich das Programm als Plattform für den kulturellen Austausch zwischen Studierenden aus Singapur und der Universität St. Gallen. Rund 30 Studierende der Singapore Management University (SMU) haben die Möglichkeit, am Programm „Management in Europe“ teilzunehmen. Studierenden der Bachelorstufe der HSG (inkl. Austauschstudierende) steht das Programm über das Biddingverfahren offen.

    Die Veranstaltung ist inhaltlich in zwei Module gegliedert. Das erste Modul „Services and Banking“ gewährt den Studierenden Einblicke in das Dienstleistungsmanagement sowie in das Bank- und Finanzwesen der Schweiz. Das zweite Modul „Doing Business in Europe” zeigt die Rahmenbedingungen für die Unternehmenstätigkeit in der Schweiz und in Europa auf.

    Zahlreiche Gastreferate, Unternehmensbesichtigungen und Ausflüge runden das vielseitige Programm ab. Dazu zählen unter anderem die Besichtigung einer international tätigen Bank, einer Weinkellerei, einer Grossbäckerei oder die dreitägige Exkursion nach Lausanne und Genf, wo internationale Organisationen wie die WTO und die UNO besichtigt werden. Somit erlauben interessante Gespräche mit Praktikern, Exkursionen und Unternehmensbesichtigungen eine ganzheitliche Lernerfahrung. Darüber hinaus wird auch der interkulturelle Austausch zwischen den Studierenden als wichtiger Bestandteil der Veranstaltung erachtet.

    Unter der Gesamtleitung von Prof. Thierry Volery wird der Kurs „Management in Europe“ im Pflichtwahl- und Wahlbereich aller Majors angeboten. Das Programm findet vom 27. April bis 22. Mai 2015 statt und wird mit 8 Credits gewichtet. Unterrichtssprache ist Englisch. Die Prüfungsleistung besteht aus einer schriftlichen Prüfung sowie einem Logbook, in welchem die Veranstaltung reflektiert werden soll.

    Weitere Informationen zum Kurs sind auf der Website des KMU-HSG Instituts sowie im offiziellen Merkblatt (Kursnummer: 4,186,1.00) vorzufinden. Jederzeit könnt Ihr Fragen zur Veranstaltung auch an Simone Lindenmann, Programmassistentin (simone.lindenmann@unisg.ch) richten.

  • Sing, Swing and Dance!

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    hr könnt die Bibliothek nicht mehr sehen? Ihr habt das Lernen satt?

    Höchste Zeit sich zu entspannen und Musik zu geniessen!

    Der UniChor läd euch herzlich ein zum diesjährigen Weihnachtskonzert

    am Dienstag, den 2. Dezember 2014 um 20 Uhr

    in der Aula der Universität St. Gallen.

    Unter dem Motto „Sing, Swing and Dance!“ erwartet euch ein abwechslungsreiches Programm im vierstimmigen Chorsatz mit Begleitung einer professionellen Band.

    Lasst euch in vorweihnachtliche Stimmung versetzten!

    Jazz, Rock und Tanz warten auf euch.

    Setzt euch und geniesst!

    Wir freuen uns auf euch!

    Euer UniChor

  • Between East and West

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    Gastbeitrag von: Emir Çetinel

    How is it to study abroad in Istanbul? – a country torn between East and West, that grows more than any European country but lacks the merits of a liberal and democratic society.

    CEMS MIM means something absolutely different for everyone who experiences the various academic, professional and social components of the Community of European Management Schools’ Master in International Management.

    For me, CEMS at the very core means being globally connected. After spending only eight months as a part of this alliance in Istanbul, I realized how many new cultural perspectives I had discovered. Having an engineering background, I believe in the true power of numbers. As I was wondering how CEMS added to my personal network, a little Facebook data mining showed that I had added 352 friends since starting my CEMS degree. And these are not just people I have met once at a party but done intensive group work with, discussed challenging topics and created projects. Considering that this excludes all the corporate representatives I have acquainted, one can understand the value-added offering of CEMS.

    Through my tenure as a student board representative for my home university Koç in Istanbul, I not only contributed to the enhancement of the academic program by joining forces with very smart and hardworking students but also got the chance to see many new cities such as Sao Paulo, Dublin, Budapest and Barcelona. A direct reference of one of my colleagues also got me an internship in a top German Internet company. Being a Turkish student, I feared the work visa problem when I started my job search as my friends often got rejected at the very beginning because companies do not want to go through the lengthy process of a visa application – another hurdle of being non-European.

    Turkey is often torn by its geographic and cultural position between East and West. After having a decade of disciplined growth in the economy, the country started showing danger signs in the most fundamental pillar of a modern nation, namely democracy. Prime Minister Erdogan’s bold move of shutting down the access to Twitter and YouTube for about two weeks got extensive coverage in the world media in the spring 2014. Even though many interpretations had been made on the topic, there’s a two-folded explanation for his move. Firstly, Erdogan wanted to stop people accessing the sound recordings of his corruption actions. His tapped phone calls started leaking to such social media platforms after December 2013 and he desperately took this anti-democratic measure as a solution. Secondly, putting the ban effective right before the crucial local elections, many believe that his action was timed to provoke the liberal opposition of the country and put them on the streets once again. This chaotic environment worked for nobody but Erdogan; by polarizing the conservatives and the liberals, he made his (voting) ranks even stronger.

    Turkish society and politics are changing drastically and constantly. Needless to say, the direction of this change will be determined also by us, students with a solid modern and liberal education. In this sense, I find Koç University’s decision to join the CEMS alliance in 2009 very meaningful and hopeful for the future, as I can see it from myself how positively it adds to the students’ international orientation and personal network.

  • Gemeinsam gegen Leukämie: Typisierungsaktion an der HSG

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    Am Dienstag, 20. Mai 2014, 9 bis 16 Uhr, laden die HSG und die SHSG im Foyer des Bibliotheksgebäudes zu einer öffentlichen Typisierungsaktion ein. Studierende der Universität St.Gallen haben die Initiative zugunsten blutkrebskranker Menschen ins Leben gerufen. In diesem Jahr führen sie die Aktion zum vierten Mal in Folge in Zusammenarbeit mit der Blutspende SRK Schweiz durch. Jede gesunde Person zwischen 18 und 55 Jahren hat die Möglichkeit, sich mittels Speichelprobenanalyse kostenlos und anonym in einer internationalen Datenbank für Blutstammzellen registrieren zu lassen.

    Menschen mit einer Leukämie-Erkrankung sind bei der gängigen Therapieform auf übereinstimmende, «gesunde» Stammzellen angewiesen. Aufgrund der enormen Unterschiedlichkeit der Stammzellentypen gestaltet sich die Suche nach einem Spender jedoch äusserst schwierig. Die internationale Datenbank, in welcher die potentiellen Spender anonymisiert geführt werden, soll diesem Problem Abhilfe schaffen. Um die Chance eines Treffers zu erhöhen, ist die ständige Erweiterung der Datenbank von essentieller Bedeutung.

    «Der Nachholbedarf in der Schweiz ist enorm», sagt HSG-Student Marius Geiker, Mitbegründer der Initiative. «Verglichen mit Deutschland ist ein sehr geringer Teil der Bevölkerung typisiert – das birgt noch grosses Potential für die Datenbank». Bereits in vergangenen Jahren wurde eine Typisierungsaktion an der HSG mit jeweils grossem Erfolg durchgeführt. «In diesem Jahr möchten wir neben den Studierenden auch die Mitarbeitenden der Universität und die St.Galler Bevölkerung erreichen», sagt Geiker. «Mit unserer Aktion möchten wir nicht nur neue Spender gewinnen, sondern auch für das Thema Leukämie sensibilisieren.» Antrieb gibt ihm der Erfolg: Bei einer früheren Aktion wurde eine Person typisiert, die im vergangenem Jahr einem Leukämieerkrankten als Blutstammzellenspender helfen konnte. Das lässt Hoffnung aufleben.

    Wann und Wo

    Dienstag, 20. Mai 2014, 9 bis 16 Uhr

    Universität St.Gallen, Foyer, beim Eingang der Bibliothek (09-Gebäude)

    Weitere Informationen
    unter: www.blutstammzellen.ch

    Auf Facebook: https://www.facebook.com/events/479202488847802/

  • Alumni-Event der HSG-Offiziere mit Dr. Josef Ackermann

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    Gastbeitrag von: Of@UniSG, Tim Salz

    Der Verein der Offiziere an der Universität St. Gallen (Of@UniSG) führte am 8. April seinen jährlich stattfindenden Alumni-Event durch. Zum diesjährigem Event durften wir HSG Alumnus Dr. Josef Ackermann und seinen Weggefährten Divisionär a.D. Ulrich Zwygart herzlich willkommen heissen.

    Die beiden boten den Anwesenden ein eindrückliches Gespräch. Zu Beginn liess Prof. Zwygart Dr. Ackermann simple Ja/Nein-Fragen beantworten. Auf die Frage, wie sich ein Artillerieoffizier von einem Panzeroffizier unterscheide, scherzte Dr. Ackermann mit dem Stil und Ausdruck, welche die Artilleristen zu seiner Zeit an den Tag legten. Dafür seien sie heute allesamt gehörgeschädigt, da ein Pamir eben nicht zu ihrem Stil gepasst hätte.

    Der Militärdienst prägte Dr. Ackermann in vielen Belangen. Vor dem Einrücken in die RS besuchte er das Gymnasium und absolvierte die Matura mit dem Sprachtypus Griechisch und Latein. Im Militär kamen junge Männer mit den unterschiedlichsten Ausbildungen und Hintergründen zusammen, wobei für Ackermann seine Kenntnisse in Griechisch und Latein ohne Bedeutung waren. Der Student wurde mit Denkweisen und Problemlösungsmethoden konfrontiert, die für ihn bis anhin unbekannt waren. Er lernte in dieser Zeit jedoch, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und die Probleme aus ihm zuvor fremden Perspektiven nachzuvollziehen. Diese Fähigkeit kam Dr. Ackermann bis heute zu Gute und half ihm in seinen verschiedenen Führungsaufgaben.

    Daneben entstanden viele treue Freundschaften, ein Netzwerk von unschätzbarem Wert. Auch das sagenumwobene Dezemberkomitee: eine Gruppe von Offizieren, darunter Ackermann, die sich alle aus der Zeit des Leutnantsabverdienens kennen und sich bis heute jährlich zu einer Wanderung zusammenfinden.

    Im Weiteren hätte er auch seine Robustheit dem Militär zu verdanken. Unter den widrigsten Bedingungen Entschlüsse zu fassen, die Leute auch in schwierigen Situationen zu motivieren und der fortwährende Schlafmangel haben Dr. Ackermann abgehärtet und ihm auch in seiner beruflichen Karriere zu der notwendigen Widerstandsfähigkeit verholfen.

    So beschrieb Dr. Ackermann eine Übung, bei der er 72 Panzerhaubitzen kommandieren musste. Nach der Befehlsausgabe an die entsprechenden Kommandanten eilte Ackermann zu einer Sitzung einer Bank in Zürich. Die Übung lief unterdessen weiter. Bereits wenige Stunden später kehrte er in den Dienst zurück und löste die weiteren Befehle aus. Solche und viele weitere Geschichten aus seiner aktiven Zeit wurden den versammelten Gästen vorgetragen.

    Dr. Ackermann erinnerte die Anwesenden weiter an den Wert der militärischen Führungsausbildung. In der heutigen Zeit fehle es einigen, Offizieren wie Zivilisten, oftmals am Bewusstsein, was ein Offizier geleistet habe. Klar sei zwar, dass man heute kaum mehr aufgrund eines Offiziersrangs eingestellt oder befördert werde, dennoch besitze man gegenüber Mitstreitern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Diesen solle man einsetzen und es gelte, die Gesellschaft von diesem Vorteil zu überzeugen. Dazu gehört auch, dass man sich in seiner Umwelt aktiv engagiert und sich einbringt. Dabei sollen die Offizierswerte wie Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Respekt gelebt und nach aussen getragen werden.

    Weiter Informationen und Bilder zum Event sind auf www.ofunisg.ch zu finden.

  • Die Fechter der HSG erringen die Oberhand in der Deutschschweiz

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    Gastbeitrag von: AFC

    Die Schweizer Hochschulmeisterschaft (SHM) im Fechten ist jedes Jahr einer der Höhepunkte des Wettkampfkalenders, da sie aufzeigt, welche Vereine und Mannschaften die Schweizer Fechtlandschaft der Hochschulen dominieren. Da die verschiedenen Universitäten ihre Mannschaften mit Elitefechtern aus der Nationalmannschaft oder ausländischen Top-Fechtern garnieren, geht sie dabei weit über das Niveau normaler studentischer Wettkämpfe hinaus.

    Für den neugegründeten „Akademischen Fechtclub an der HSG“, kurz „AFC“, war die Teilnahme an diesem Wettbewerb somit nicht nur eine wichtige Standortbestimmung, sondern auch eine gute Gelegenheit, sich gegenüber den anderen Universitäten, wie Zürich, Lausanne oder Genf, zu positionieren.

    Am 29. März 2014 fuhr daher die Mannschaft des AFC mit Till Ferst, Alexandre Pittet sowie Arne Manke und grossen Ambitionen im Gepäck nach Fribourg, um sich mit den etablierten Mannschaften der anderen Schweizer Hochschulen zu messen. Wegen der kurzfristigen Absage zweier weiterer Fechter war das Team des AFC zwar ersatzgeschwächt, startete aber dennoch furios in das Turnier und konnte die Mannschaft der ETH Zürich deutlich schlagen. Anschliessend kam es zur ersten grossen Belastungsprobe für den AFC. Die erstklassig besetzten Turnier-Mitfavoriten von der Universität Genf und Fribourg lieferten dem Team von der HSG einen harten Kampf, der jeweils denkbar knapp ausging: 44 zu 45 und 43 zu 45 gegen die Mannschaft der HSG. An diesem Tag war nur der spätere Turniersieger von der Universität Lausanne in der Lage den AFC deutlich zu bezwingen. Zum Abschluss zementierte der AFC mit einem klaren Sieg über die Universität Zürich die Position der HSG als diesjährig stärkste Universität der Deutschschweiz.

    Im Gesamttableau sicherte der AFC der HSG damit völlig überraschend und trotz personeller Probleme den hervorragenden vierten Platz und ist damit bereits im ersten Jahr nach seiner Gründung unter den vier besten Clubs der Schweizer Universitäten angekommen. Nicht nur dieses Ergebnis, sondern vor allem die intensive Aufbau- und Nachwuchsarbeit in Kooperation mit dem Fechtclub St. Gallen machen Hoffnung, dass die HSG in der Schweizer Hochschullandschaft auch im Fechtsport eine gewichtige Rolle spielen wird.

  • Besuch des Family Business Clubs bei der Confiseur Läderach AG

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    Gastbeitrag von: Family Business Club

    Am 11. März macht sich eine Gruppe von zwölf Mitgliedern des Family Business Clubs auf in Richtung einer kleinen Gemeinde im Kanton Glarus. Nach schier endloser Fahrt über verschlungene Strassen erreichen wir den kleinen Ort Ennenda mit seinen knapp 3‘000 Einwohnern. Dort steht sie: die Produktionsmanufaktur des Familienunternehmens Läderach. Zunächst bekommen wir in einem kurzen Einführungsvortag die Geschichte des Unternehmens sowie die verschiedenen Produktionsschritte von Schokoladen-Produkten von der Bohne bis zur Verpackung erläutert. Dann wird es ernst: die Gruppe macht sich – ausgestattet mit Kitteln, Mundschutz und Haarnetzen – auf in die Produktion. Erstaunt sind wir dabei von den vielen Arbeitsschritten, die nach wie vor in Handarbeit durch die geschulten Läderach-Mitarbeiter erfolgen. So werden etwa die Gesichtszüge der Osterhasen-Kollektion in den Kunststoff-Formen spiegelverkehrt „vorgeschminkt“, bevor dann die Schokolade maschinell in die geschlossene und sich drehende Form eingespritzt wird. Der Begriff „Manufaktur“ ist für die Produktionsstätte in Ennenda also durchaus passend. Bei jeder Station haben wir die Möglichkeit B-Ware, welche optisch nicht ganz perfekt ist, zu degustieren. Während die Gruppe sich an den ersten Stationen noch hungrig gibt, stellt sich nach mehrmaligem Verkosten bei vielen ein erstes Sättigungsgefühl ein. Im Anschluss an die Führung stösst dann Läderach-Verwaltungsratspräsident Jürg Läderach zu unserer Gruppe dazu und stellt sich unseren Fragen. Der Unternehmer in zweiter Generation äussert sich bescheiden in Bezug auf seinen eigenen Erfolg und gibt uns als Tipp mit auf den Weg, dass unternehmerischer Erfolg immer auch das richtige Quäntchen Glück braucht, so dass eine getroffene Entscheidung letztlich zum Erfolg wird.  Rundum gesättigt und aufgrund des Schokoladenkonsums von Glückshormonen beflügelt sowie mit vielen Einsichtigen gewappnet macht sich die kleine Gruppe dann wieder auf den Rückweg nach St.Gallen. Wir danken dem Unternehmen Läderach und insbesondere natürlich Herrn Jürg Läderach für die persönlichen Einblicke in das Familienunternehmen.

    Weitere Informationen findet ihr unter www.familybusinessclub.ch